Folgen für Münsters Klimakleber

Die Aktivisten, die sich am späten Nachmittag auf der Steinfurter Straße festgeklebt haben, müssen nun mit einem Strafverfahren rechnen.

© ANTENNE MÜNSTER

Es gibt Konsequenzen für die Klimaaktivisten, die sich am späten Nachmittag auf der Steinfurter Straße nahe der Westfalen-Tankstelle auf der Fahrbahn festgeklebt haben. Die Polizei Münster kündigte heute Morgen an, dass die sieben Aktivisten mit Strafverfahren wegen des Verdachts der Nötigung im Straßenverkehr, des Nichtanmeldens einer Versammlung, des Gefährlichen Eingriffs in den Straßenverkehr und des Verdachts des Widerstands gegen Polizisten zu erwarten hätten.

Zwei Stunden lang hatten die Mitglieder der Klima- und Umweltschutzbewegung "Letzte Generation" durch ihre Aktion am Nachmittag den Verkehr blockiert. Es staute sich teilweise erheblich - die Wartezeit betrug zwischenzeitlich über eine halbe Stunde. Polizei und Feuerwehr lösten die festgeklebten Aktivisten mit einem speziellen Öl von der Fahrbahn. 

Aktivisten saßen auf der Kreuzung Austermannstraße

Beim Eintreffen der Polizisten entfernte sich ein Aktivist von der Fahrbahn. Fünf weitere Aktivistinnen und Aktivisten waren jeweils mit einer Hand auf der Fahrbahn festgeklebt, ein Aktivist hatte sich an einen an der Straße klebenden Demonstranten festgeklebt. Den Einsatzkräften gelang es, drei Protestler von der Fahrbahn zu lösen. Zwei seien mit einem Sand-Klebstoffgemisch auf der Fahrbahn festgeklebt gewesen, berichtet die Polizei. Hier half die Feuerwehr Münster dabei, die Aktivisten zu lösen. Die Aktivisten waren zwischen 21 und 63 Jahre alt.

Vierte Aktion der "Letzten Generation" in Münster

Einschließlich der Straßenblockade auf der Steinfurter Straße heute Nachmittag (07.07.) ist es die vierte Aktion der Klimaaktivisten der "Letzten Generation" in Münster. Im April klebten sich zwei Aktivisten auf der Von-Vincke-Straße fest. Nur ein paar Tage später blockierten Aktivisten die Warendorfer Straße. Im Juni versammelten sich 40 Aktivisten zu einem zunächst unangemeldeten Protestmarsch am Ludgerikreisel, den die Polizei dann spontan duldete. Trotzdem stellten sie Strafanzeige wegen einer nicht angemeldeten Versammlung.

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