Corona und die Tierheime

Auch die Tierheime bei uns in der Stadt waren wochenlang geschlossen. Tiere können jetzt zwar wieder vermittelt werden, aber trotzdem gibt es Probleme.

Die Corona-Krise trifft auch unsere Tierheime finanziell. Die Angst ist groß, dass die Mitgliedschaft im Tierheim das ist, woran die Leute als erstes sparen, hat uns Doris Hoffe vom Tierheim Münster verraten:

Ich persönlich sehe nicht sehr freudig in die Zukunft. Ich rechne damit, dass wir einen schweren Spendeneinbruch bekommen werden. Unser Tierheim hier verursacht im Jahr Kosten von 650.000 Euro. Das muss erstmal gestemmt werden. Wenn da nicht die Mitglieder sind, die das abfedern, wenn da nicht die Spenden sind, dann können wir zu machen.
Doris Hoffe, Erste Vorsitzende des Tierheims©
Doris Hoffe, Erste Vorsitzende des Tierheims
©

Trotz Corona verläuft die Vermittlung der Tiere erstaunlich gut. Jetzt haben die zukünftigen Haustierbesitzer gegebenenfalls mehr Zeit, um die Tiere an die neue Umgebung zu gewöhnen. Problematisch wird es, wenn sich die Interessenten Haustiere übers Internet zulegen. Gerade im Sinne der Abstandsregelungen ist das naheliegend, doch die Tierheime leiden darunter:

Das macht auch den Tieren sehr zu schaffen. Wir haben heute sehr viel mehr Hunde im Tierheim, die schwerer zu vermitteln sind, denn alles andere, diese „Nobodys“ die gehen übers Internet; also das macht uns wirklich mächtig zu schaffen.

Beim Tierheim kann man übrigens einfach vorbeischauen und braucht vorher keinen Termin zu machen. Mit Mund-Nasen-Schutz allerdings, versteht sich.

Hier kann man dem Tierheim in Münster finanziell unter die Arme greifen.

Auch im Tierheim gilt: Abstand halten. ©
Auch im Tierheim gilt: Abstand halten.
©

ANTENNE MÜNSTER-Reporterin Luisa Meng hat sich im Tierheim an der Dingstiege umgeguckt. Ihre Reportage gibt es hier noch mal zum Nachhören:


© ANTENNE MÜNSTER

Weitere Meldungen