Streik im Einzelhandel

Die heutigen (13.10.) bundesweiten ver.di-Streiks mit über 10.000 erwarteten Teilnehmer:innen werden auch Münster betreffen - die beiden Marktkäufe und Primark.

© ver.di

Bundesweit gehen heute früh (13.10.) Beschäftigte des Einzel- sowie Groß- und Außenhandels auf die Straße. Die Gewerkschaft ver.di hat erneut zum Streik aufgerufen. In Münster beteiligen sich Mitarbeitende der beiden Marktkäufe in Gievenbeck und auf der Loddenheide und Primark in der Innenstadt. Mit dem bundesweiten Aktionstag will die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber erhöhen. Laut ver.di gingen die bisherigen Arbeitgeberangebote an der Lebensrealität und den Existenznöten der Beschäftigten vorbei.

Forderungen von ver.di

ver.di fordert in der Tarifrunde 2023 im Einzelhandel 2,50 Euro mehr Gehalt und Lohn pro Stunde. Die Ausbildungsvergütungen sollen je nach Tarifgebiet zwischen 200 Euro bis 250 Euro angehoben werden. Die Laufzeit des Tarifvertrages soll zwölf Monate betragen. Darüber hinaus fordert die Gewerkschaft ein Mindestentgelt von 13,50 Euro pro Stunde. Im Groß- und Außenhandel fordert ver.di eine tabellenwirksame Entgelterhöhung von 13 Prozent für alle Beschäftigten. Die Auszubildendenvergütung soll je nach Tarifgebiet zwischen 175 Euro und 250 Euro steigen, bei einer Laufzeit von ebenfalls zwölf Monaten.

Nächste Verhandlungsrunde

In Nordrhein-Westfalen finden die nächsten Verhandlungsrunden im Einzelhandel kommende Woche Dienstag (17.10.), im Groß- und Außenhandel Donnerstag (19.10.) statt. Die bisherigen Arbeitgeberangebote gehen laut ver.di an der Lebensrealität und den Existenznöten der Beschäftigten völlig vorbei. In einigen Tarifgebieten haben die Verhandlungen bereits im April dieses Jahres begonnen. Seitdem warten die Beschäftigten auf eine Entgelterhöhung als Respekt und Wertschätzung für ihre geleistete Arbeit, so ver.di weiter. Für 2023 bieten die Arbeitgeber nach drei Nullmonaten eine tabellenwirksame Erhöhung von durchschnittlich 5,3 Prozent im Einzelhandel und nach vier Nullmonaten von 5,1 Prozent im Groß- und Außenhandel an. Das Angebot für 2024 fällt noch niedriger aus. Damit will sich die Gewerkschaft nicht zufrieden geben.

Weitere Meldungen