Münsters Schuldenberg wächst

In Münster wächst der Schuldenberg in den kommenden Jahren drastisch an. Das geht aus einem Bericht hervor, den Stadtkämmerer Alfons Reinkemeier am Mittwoch (22.05.) im Haupt- und Finanzausschuss vorgelegt hat. Danach steigen die Schulden bis Ende 2022 um 450 Millionen auf dann etwa 1,345 Milliarden Euro.

Grund dafür sind die hohen Ausgaben und Investitionen der Stadt, etwa für neue Kitas, Schulen oder auch neues Personal. Die Pro-Kopf-Verschuldung in Münster wird in den nächsten drei Jahren von rund 2.800 auf mehr als 4.300 Euro steigen. Für Ende 2022 wird ein Schuldenstand von 1 345 839 962 Euro prognostiziert. SPD-Fraktionschef Michael Jung appellierte an die Stadtverwaltung, die Kostenkontrolle bei Bauvorhaben kritischer anzugehen. Die Finanzlage sei natürlich unbefriedigend, sagte Grünen-Fraktionschef Otto Reiners auf den aufkommenden Missmut. Wer allerdings dagegen klage, müsse dann auch sagen, welche Schulen denn nicht saniert und welche Kitas nicht gebaut werden sollten.

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