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Münster gedenkt Opfer des Nationalsozialismus
© ANTENNE MÜNSTER
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus im Rathausinnenhof
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Münster gedenkt Opfer des Nationalsozialismus

Mit verschiedenen Gedenkveranstaltungen erinnert die Stadt Münster heute (27.01.) an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz.

Veröffentlicht: Donnerstag, 05.02.2026 09:01

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Auf dem Foto: Gemeinsam mit Schülerinnen und Schülern und Andreas Bothe, Regierungspräsident der Bezirksregierung Münster (in der Mitte des Bildes), gedachte Oberbürgermeister Tilman Fuchs (vorne rechts) im Rathausinnenhof der Opfer des Nationalsozialismus.

Heute vor 81 Jahren, am 27. Januar 1945, ist das Konzentrationslager Auschwitz durch die Rote Armee befreit worden. Die Stadt Münster erinnert mit verschiedenen Gedenkveranstaltungen an die Befreiung. Seit 1996 ist der 27. Januar nationaler Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Die Villa ten Hompel in Münster (siehe Foto) bietet heutzutage Raum für die Auseinandersetzung mit geschichtlichen und aktuellen Themen zwischen Erinnerungskultur und Demokratieförderung.

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Gedenkstunde im Rathausinnenhof

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Im Rathausinnenhof hat es am Mittag, um 11:30 Uhr, eine Gedenkstunde gegeben, an der unter anderem Schülerinnen und Schülern und Oberbürgermeister Tilman Fuchs teilnahmen. Tilman Fuchs:

Das Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus macht deutlich, dass Freiheit, Demokratie und Mitmenschlichkeit nicht selbstverständlich sind. Wer die Geschichte kennt, schützt unsere Gesellschaft vor Hass, Rassismus und Antisemitismus. Umso wichtiger ist es, dass wir alle diese Verantwortung weitertragen.
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Schülerinnen & Schüler
Münster gedenkt Opfer des Nationalsozialismus
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Weitere Veranstaltungen

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Am Nachmittag legen Vertreterinnen und Vertreter der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen und Oberbürgermeister Fuchs einen Kranz am Zwinger an der Promenade nieder. Anschließend gab es einen ökumenischen Gottesdienst in der Lambertikirche. Um 18:00 Uhr ruft "minimum - die emanzipatorische Plattform gegen Antisemitismus" zu einer Gedenkdemonstration auf. Nach einer Kundgebung vor dem Hauptbahnhof soll es einen stillen Gedenkzug über die Warendorfer Straße bis zur Stele an der ehemaligen Gaststätte "Gertrudenhof" geben. Von dort wurden im Dezember 1944 knapp 400 als Juden verfolgte Menschen aus dem Münsterland ins Ghetto Riga verschleppt.

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In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus legten Oberbürgermeister Tilman Fuchs (v.l.), Sabina Krappmann-Klute von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Münster, Pfarrer Martin Mustroph, evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster und Malgorzata Wojcik, Mitglied der polnischen Gemeinde als Vertreterin des polnischen Generalkonsulats, am heutigen Dienstagnachmittag, 27. Januar, Kränze am Zwinger an der Promenade nieder.
© Stadt Münster/ MünsterView
In Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus legten Oberbürgermeister Tilman Fuchs (v.l.), Sabina Krappmann-Klute von der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Münster, Pfarrer Martin Mustroph, evangelischer Vorsitzender der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit Münster und Malgorzata Wojcik, Mitglied der polnischen Gemeinde als Vertreterin des polnischen Generalkonsulats, am heutigen Dienstagnachmittag, 27. Januar, Kränze am Zwinger an der Promenade nieder.
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Gedenkveranstaltung in der bischöflichen Marienschule

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Auch Schülerinnen der bischöflichen Marienschule in Münster haben heute (27.01.) anlässlich des Gedenktages an die Opfer des Nationalsozialismus zu einer Gedenkveranstaltung eingeladen. Vor allem ging es dabei um die Geschichte des Ahleners Imo Moszkowicz, einem Holocaust-Überlebenden, erzählt von einem Mann, der ihn persönlich kannte, teilt das Bistum Münster mit. Schülerin Pia Botzenhardt stellte die Frage: "Wer von euch hat noch nie etwas vom Holocaust gehört?" Anschließend verwies sie auf eine aktuelle Studie, nach der zwölf Prozent der jungen Erwachsenen in Deutschland keine Kenntnisse über die Verbrechen des Holocausts haben. Vor dem Hintergrund sagte sie: 

Wir wollen ein Bewusstsein schaffen, dass Geschichte nicht nur etwas ist, das in Büchern steht, sondern sich auch auf unsere Gegenwart auswirkt und dass es in unserer Verantwortung liegt, aus ihr zu lernen.
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Rund 400 Schülerinnen der bischöflichen Marienschule füllten die Antoniuskirche bei der Gedenkveranstaltung.
© Bischöfliche Pressestelle/Ann-Christin Ladermann
Rund 400 Schülerinnen der bischöflichen Marienschule füllten die Antoniuskirche bei der Gedenkveranstaltung.
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