Lockerungen ab Montag

Das Land NRW hat am Freitagvormittag eine neue Coronaschutzverordnung veröffentlicht. Ab Montag (08. März) gelten auch in Münster die ersten Lockerungen. Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer ist mit den neuen Beschlüssen nicht zufrieden.

Die neue Coronaschutzverordnung in NRW läuft ab dem 8. März bis zum 28. März. Die neuen Maßnahmen, die in der Bund-Länder-Schalte am 3. März besprochen wurden, flossen mit in den neuen Regel-Katalog ein. Andres als andere Bundesländer hat sich NRW dazu entschieden, dass in den Städten und Kreisen des Bundeslandes der gesamte Inzidenzwert von NRW als Maßstab für mögliche Lockerungen gilt. Regionen mit einer Inzidenz von unter 50 wie Münster können noch mehr lockern, wenn es das NRW-Gesundheitsministerium erlaubt.

Nachmittagsmoderator Christoph Hausdorf hat am Freitag im ANTENNE MÜNSTER-Interview mit Münsters Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer über die neuen Maßnahmen gesprochen.

© ANTENNE MÜNSTER
Wolfgang Heuer, Corona-Kristenstabsleiter der Stadt Münster© Amt für Kommunikation Stadt Münster
Wolfgang Heuer, Corona-Kristenstabsleiter der Stadt Münster
© Amt für Kommunikation Stadt Münster

Gerade die Lockerungen im Bereich der Kontaktbeschränkungen kann Heuer angesichts des höheren Infektionsrisikos im privaten Raum nicht nachvollziehen. Stattdessen hätte er sich einfachere Lockerungen im Bereich Sport und Kultur gewünscht.

"Ich hätte es nicht gemacht, ganz offen, ich hätte es nicht gemacht. Wir sind nachwievor im Lockdown, wir versuchen nachwievor das Infektionsgeschehen so gut es geht zu bekämpfen. Also genau an der Stelle eine Lockerung....ist für mich freundlich formuliert eine Überraschung."

Krisenstabsleiter Wolfgang Heuer

Ab 08. März - Die neuen Regeln im Überblick

Kontaktbeschränkungen

Ab sofort dürfen sich zwei Haushalte mit bis zu fünf Personen (Kinder bis einschließlich 14 Jahre zählen nicht) wieder treffen. Paare, die nicht zusammen wohnen, gelten dabei als ein Hausstand.

"Click&Meet" in den meisten Einzelhandel-Läden

Schreibwarengeschäfte, Buchhandlungen oder Gartenmärkte dürfen unter den Bedingungen öffnen, wie die, die schon offen sind: Die Anzahl von gleichzeitig anwesenden Kundinnen und Kunden darf eine Kundin bzw. einen Kunden pro zehn Quadratmeter (für Verkaufsflächen oberhalb 800 qm pro zwanzig Quadratmeter) der Verkaufsfläche nicht übersteigen.

Für den Rest des Einzelhandels gilt "Click & Meet"-Shopping. Die Anzahl anwesender Kundinnen und Kunden darf nur eine pro 40 Quadratmeter betragen. Terminbuchung ist von Nöten.

Museen, Zoos und Galerien dürfen öffnen - unter Auflagen

Museen, Galerien, Burgen, Schlösser oder Zoos dürfen in NRW ab Montag unter Auflagen wieder öffnen: Man muss vorher einen Termin ausmachen und in geschlossenen Räumen eine medizinische Maske tragen. Zudem darf sich drinnen nur eine Person pro zwanzig Quadratmeter aufhalten.

Der Allwetterzoo Münster öffnet am Montag zunächst mit einer beschränkten Zahl von 1.000 Besucher:innen.

Viele körpernahe Dienstleistungen nur mit Test

Sogenannte körpernahe Dienstleistungen, bei denen ein Mindestabstand von 1,5 Metern zum Kunden nicht eingehalten werden kann, sind in NRW ab Montag grundsätzlich wieder zulässig. Wenn die Kundin oder der Kunde dabei keine medizinische Maske tragen kann - zum Beispiel bei Gesichtskosmetik - ist laut Gesundheitsministerium "ein tagesaktuelles negatives Testergebnis" notwendig. Das Personal wiederum müsse regelmäßig getestet werden.

Sport

Fünf Personen aus zwei Hausständen können im freien Sport machen. Das war vorher nicht erlaubt. NRW geht allerdings noch weiter: Bis zu 20 Kinder (im Alter von 0 bis 14 Jahre) können mit zwei Ausbildungs- oder Aufsichtspersonen unter freiem Himmel Sport treiben.

Die Coronaschutzverordnung zum Download

Alle weiteren Änderungen (in Gelb markiert) und die gesamte Verordnung könnt ihr euch hier downloaden.

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