Klimakonferenz im Paulinum

Klimaschutz muss jetzt beginnen - mit diesem Appell gehen junge Menschen hartnäckig auch in Münster auf die Straße. Wie lässt sich die persönliche CO2-Bilanz verbessern? Was kann man tun in kleinen wie in großen Schritten, um Energie zu sparen? Der Klimawandel und seine Fakten - was muss man wissen? Über 120 Schüler aus vielen Schulen Münsters folgen nun der städtischen Einladung zu einer Klimakonferenz am 8. November.

© Stadt Münster

"Zeichen setzen - selber handeln" ist der Tag im Gymnasium Paulinum überschrieben. "Das große Interesse an Workshops, Vorträgen und Diskussionen spiegelt, wie stark das langjährige Projekt `Klimaschutz macht Schule` in den Köpfen verankert ist und junge Menschen mehr denn je bewegt", sagt Stadtrat Matthias Peck. Die Impulse, die von "Fridays for Future" ausgehen, greife die Stadt mit dieser Klimakonferenz auf: "Wir wollen mit Jugendlichen noch intensiver ins Gespräch kommen und sie mit praktischen Handlungsvorschlägen für ihren Alltag unterstützen", erläutert der Beigeordnete für Immobilien und Nachhaltigkeit die städtische Initiative und ist als Gast selbst vor Ort. An verschiedenen Thementischen werden Experten Denkanstöße liefern. Wie kann ich Familie und Freunde anstecken, beim Klimaschutz mitzumachen? Kann ich plastikfrei leben? Lässt sich Münsters öffentlicher Raum für Klimaschutz verändern? Fachleute von der Verbraucherzentrale NRW, der Stadt, die Gruppe "Fridays for Future" und Prof. Jens Watenphul (Hochschule Ruhr-West) diskutieren Strategien und Ideen für das Handeln vor der eigenen Haustür. Ermuntert werden die jungen Teilnehmenden nicht nur durch Schulleiter Dr. Tobias Franke, sondern auch aus Berlin: Bundesumweltministerin Svenja Schulze meldet sich in der Schulaula mit einem Videogruß zu Wort. Anja Karner und Thomas Werner vom städtischen Immobilienmanagement haben die Tagung organisiert. Sie setzen auf die nachhaltige Wirkung des Aktionstages, der das langjährige städtische Engagement fortführt. Die Bilanz von "Klimaschutz macht Schule", 1998 ins Leben gerufen, kann sich sehen lassen: Auf 73 Schulen und 27 Kitas ist der Kreis der Aktiven inzwischen angewachsen. Gemeinsam mit Lehrerschaft und Erziehenden haben sich die Klimafüchse in ihren Einrichtungen auf die Spur begeben und bei den Schlüsselthemen Heizung, Strom, Wasser und Abfall Umweltlöcher gestopft. Eingespart wurden in den letzten 15 Jahren insgesamt 1,4 Millionen Kilowattstunden Strom, 8,4 Millionen Kilowatt Heizenergie und 2,5 Millionen Kilogramm Kohlendioxid. Ein dickes Plus für Münsters Klimaschutz. Und für die Einrichtungen selbst: 30 Prozent der eingesparten Gelder fließen zurück in die Schulkasse.

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