Kein Dauerstress - keine Doppelschichten!

Kein Dauerstress, keine Doppelschichten, dafür mehr Zeit für Patient:innen. Knapp 700 Mitarbeiter:innen von sechs Unikliniken in NRW sind heute in Münster auf die Straße gegangen.

© ANTENNE MÜNSTER

Es brauche mehr Personal, mehr Zeit für die Patentinnen und Patienten. Nur Versprechungen helfen nicht, so der Tenor, mit einem neuen Tarifvertrag müssten nun Taten folgen. Die Parteien hätten sich vor den Landtagswahlen klar für einen solche Vereinbarung ausgesprochen, so ver.di-Landesleiterin Gabriele Schmidt. Die Streikenden zogen vom UKM zum Prinzipalmarkt. Ihr Ziel ist die Umsetzung eines Tarifvertrages, in dem die Entlastungen festgeschrieben sind. Dafür kämpft das medizinische Fachpersonal inzwischen seit acht Wochen, ohne dass eine Einigung erzielt wurde. Die Gewerkschaft ver.di hofft darauf, noch in dieser Woche eine Einigung mit den Klinikleitungen zu erzielen.

Am Vormittag war der Demonstrationszug durch die Innenstadt von Münster gezogen. Es gab Verkehrsbehinderungen für Autofahrer vor allem rund um den Ludgeri-Kreisel, aber auch vor dem Schloss.

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In einem offenen Brief an die demokratischen Parteien im NRW-Landtag hatten die Streikenden zuvor beklagt, dass die Klinikleitungen für tausende Beschäftigte außerhalb der Pflege noch immer kein Angebot vorgelegt hätten. Dazu zählen laut ver.di auch die Notaufnahmen, die OP-Pflege und die Ambulanzen. Ein Krankenhaus lasse sich "nicht aufspalten in Beschäftigte, die es wert sind und welche, die es nicht wert sind. gute Arbeitsbedingungen zu haben", hieß es in dem Schreiben. Das Land müsse die Refinanzierung der Kosten eines "Tarifvertrages Entlastung" zusagen.

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