Friedenspreise in Münster verliehen

In LWL-Landesmuseum ist heute der Internationalen Preis des Westfälischen Friedens verliehen worden. Preisträger sind zwei Politiker aus Griechenland und Nordmazedonien.

© Pressesamt Münster

Mit einem Jahr Corona-Verzögerung haben der ehemalige Ministerpräsident von Griechenland, Alexis Tsipras (Foto 2.v.r) und der Regierungschef von Nordmazedonien, Zoran Zaev (3.v.r.) den Preis im LWL-Landesmuseum entgegengenommen. Zuvor hatten sich alle Preisträger im Friedenssaal in das Goldene Buch" der Stadt eingetragen. Zu den zahlreichen Ehrengästen des Events gehörten auch der NRW-Landtagspräsident André Kuper und Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker. Den mit 100.000 Euro dotierten Preis vergibt die Wirtschaftliche Gesellschaft, ein Verbund aus Unternehmern in Westfalen und Lippe.

v.l.: Egil Levits, Präsident Lettland (Laudator), Zoran Zaev und Alexis Tsipras, Reinhard Zinkann, Vorsitzender Wirtschaftliche Gesellschaft© Wirtschaftliche Gesellschaft
v.l.: Egil Levits, Präsident Lettland (Laudator), Zoran Zaev und Alexis Tsipras, Reinhard Zinkann, Vorsitzender Wirtschaftliche Gesellschaft
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Tsipras und Zaev wurden für ihre Friedensbemühungen im Streit zwischen Nordmazedonien und Griechenland ausgezeichnet. Die Begründung der Wirtschaftlichen Gesellschaft: Die beiden hätten Hass und Nationalismus zu überwinden versucht und dabei ihre eigene politische Karriere aufs Spiel gesetzt. Beide wurden nach Beendigung des Streits Anfang 2019 abgewählt. Zaev im vergangenen Jahr aber wiedergewählt. Die Laudatio hielt der Präsident Lettlands, Egils Levits. Er repräsentiert einen der drei baltischen Staaten, die 2018 gemeinsam den Friedenspreis erhalten hatten. Levits kennt Münster und hielt seine Rede auf deutsch. Er besuchte in den 70er-Jahren das lettische Gymnasium in unserer Stadt.

Jugendpreis an "Plant for the Planet"

Den Jugendpreis - dotiert mit 50.000 Euro - erhielt die Klima-Organisation "Plant for the Planet". Entgegen genommen wurde er von Jana Reiter und Felix Finkbeiner (Foto 1.+ 2.v.l.). Die in der Organisation aktiven rund 100.000 Kinder und Jugendlichen engagieren sich, in dem sie zum Beispiel mit Waldbauern, Förstern und Umweltorganisationen in der ganzen Welt Kooperationen schließen. Die Projektpartner stellen Setzlinge zur Verfügung und übernehmen die Pflege der Bäume.

Bilder von der Friedenspreisverleihung

Der Internationale Preis des Westfälischen Friedens

Der Preis ist mit insgesamt 100.000 Euro dotiert. In der Jury sitzen so bekannte Namen wie Ex-EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker, CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet oder Bundespräsident Frank Walter Steinmeier. Ehemalige Preisträger waren zum Beispiel Helmut Kohl, Kofi Annan, Helmut Schmidt, die Raumstation ISS oder der jordanische König Abdullah II.

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