FFF-Aktivistin Carla Reemtsma: "Extinction Rebellion" keine Konkurrenz

Die "Fridays for Future"-Bewegung sieht die neue "Extinction Rebellion"-Ortsgruppe in Münster nicht als Konkurrenz, sondern als Bereicherung. Letztere möchte mit Mitteln des zivilen Ungehorsams gegen die Klimakrise protestieren.

© ANTENNE MÜNSTER

Am Dienstagabend (20.8.) hat sich die "Extinction Rebellion"-Gruppe in Münster zu einem Mitmach-Treffen am Hafenplatz zusammengefunden. "Extinction Rebellion" – also Rebellion gegen das Aussterben - möchte mit spektakulären Aktionen gegen den Klimawandel demonstrieren, so zum Beispiel durch Straßenbesetzungen. Indem sich die Aktivisten beispielsweise wie tot auf den Boden legen, wollen sie zudem darauf aufmerksam machen, dass die Klimakrise tödlich sei. Das Gründungstreffen der "Exctinction Rebellion"-Gruppe in Münster war Anfang August. Derzeit sind bereits rund 100 Mitglieder aktiv.

"Fridays for Future"-Mitglied Carla Reemtsma aus Münster steht der Bewegung positiv gegenüber:

"Ich glaube, dass es auf keinen Fall schädlich ist. Ich denke, dass es total toll ist, dass es so einen weiteren Akteur gibt. Und vor allen Dingen auch, dass wir damit einfach das Feld von Arten und Weisen, wie man sich in der Klimabewegung einbringen kann, erweitern. Und dass Leute, die sagen 'mir reicht das nicht, ich habe das Gefühl, die Politik hört nicht auf uns', dringlicher zeigen können, was ihr Anliegen ist - und dabei trotzdem irgendwie einen guten Rahmen dafür finden können. Und ich glaube, das ist total begrüßenswert."

Bewegungen stehen im Austausch

Reemtsma erklärt außerdem, dass der Kontakt zu der neuen Bewegung in Münster schon hergestellt sei und man im Austausch stehe. Sie sehe die "Extinction Rebellion"-Mitglieder als Gleichgesinnte, die für dasselbe Ziel wie "Fridays for Future" kämpfen würden.

"Fridays for Future" wolle jedoch weiterhin friedliche Demos und Mahnwachen in Münsters Innenstadt durchführen, so Carla Reemtsma. Die nächste Großdemo soll am Freitag, 23. August, stattfinden und in eine 24-Stunden-Mahnwache übergehen.

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