Drei Wochen vor Entlassung - Polizei erschießt JVA-Geiselnehmer

Heute Morgen (16.10.) hat die Polizei eine Geiselnahme in der JVA an der Gartenstraße beendet. Der Geiselnehmer kam dabei ums Leben. Die Geisel selbst wurde befreit und blieb unverletzt.

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Laut Polizei begann die Geiselnahme gegen 6.20 Uhr heute Morgen. Ein 40 Jahre alter Insasse bedrohte eine JVA-Angestellte mit einer Rasierklinge und forderte einen Hubschrauber, um aus der JVA zu fliehen. Drei Stunden lang verhandelte die Polizei mit dem Geiselnehmer. Dabei drohte er, seine Geisel umzubringen. Laut Polizei machte er dabei einen "psychisch unberechenbaren Eindruck".

Nach drei Stunden konnte die Polizei gemeinsam mit Sondereinsatzkräften die Frau befreien. Die Einsatzkräfte mussten dazu von der Schusswaffe Gebrauch machen. Der Täter starb noch vor Ort. Die 29 Jahre alte JVA-Mitarbeiterin blieb nahezu unverletzt und wird psychisch betreut.

Polizei Dortmund ermittelt

Aus Neutralitätsgründen übernimmt das Polizeipräsidium Dortmund die Ermittlungen: Dabei soll geklärt werden, wie es zu der Geiselnahme kam und welche Motive dahinter stecken. Der Geiselnehmer saß hinter Gittern, weil er Widerstand gegen einen Polizisten leistete, heißt es von der Staatsanwaltschaft Münster. Vor seiner Haftstrafe war er wohnungslos und alkoholabhängig. Im November wäre er aus der Haft entlassen worden.

Während des Polizeieinsatzes musste die Gartenstraße gesperrt worden, entsprechend kam es bis etwa halb 12 zu Verkehrsbehinderungen.

ANTENNE MÜNSTER-Reporterin Franziska Krämer fasst im Gespräch mit Nachmittagsmoderator Christoph Hausdorf den aktuellen Stand zusammen:

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