Schutzkonzepte für Bahnmitarbeitende
Veröffentlicht: Donnerstag, 19.02.2026 15:34
Vor dem Hintergrund der Angriffe auf Bahnmitarbeitende fordern der DGB und die EVG von der Politik verlässliche Schutzkonzepte für Bahnmitarbeitende.

V.l.n.r.: Neithard von Böhlen (EVG), Mandy Brune (Zugbegleiterin), Rudolf Stricker-Golisch (Betriebsratsvorsitzender DB Regio in Münster).
Am Vormittag sind Mitarbeitende des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Münsterland und der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft am Hauptbahnhof in Münster an die Öffentlichkeit gegangen. Sie fordern verlässliche Schutzkonzepte von der Politik. Hintergrund sind die jüngsten Vorfälle, vor allem der gewaltsame Tod eines Zugbegleiters in Rheinland-Pfalz, aber auch die Angriffe auf einen Kontrolleur in Billerbeck. Für die Gewerkschaften machen diese Vorfälle deutlich, welchen Gefahren viele Beschäftigte täglich ausgesetzt sind.
Gewerkschaften haben eine Liste an Forderungen
Die Gewerkschaften fordern, dass Zugbegleiter:innen immer zu 2. in den Zügen unterwegs sind. Außerdem sollten sie Bodycams tragen. Und die Gewerkschaften fordern außerdem, dass spezielle Staatsanwaltschaften schneller zur Rechenschaft gezogen werden.
Zugbegleiterin berichtet von gefährlichen Situationen
Im ANTENNE MÜNSTER-Interview hat eine Zugbegleiterin selbst erfahrene gefährliche Situationen geschildert. Sie machte deutlich, dass solche Angriffe auch in den Zügen im Münsterland vorkommen.
Initiative: "Vergiss nie hier arbeitet ein Mensch"
Auch im Münsterland wollen die Gewerkschaften mit ihrer bundesweiten Initiative "Vergiss nie hier arbeitet ein Mensch" aufmerksam machen. Und zwar durch eine Wanderausstellung, unter anderem auf Bahnhöfen und in Behörden. Ziel ist es, den oft schwierigen Berufsalltag der Beschäftigten im Verkehrsbereich darzustellen und die Bevölkerung dafür zu sensibilisieren.


