Politik reagiert auf Fahrplankürzungen

Die Stadtwerke müssen ihre Busfahrpläne zusammenstreichen, weil viel zu viele Fahrer:innen fehlen. Sprecher:innen der Rathauskoalition reagieren empört.

© Stadtwerke Münster

Seit Dienstag (19.09.) ist bekannt, dass die Stadtwerke ihre Busfahrpläne zusammenstreichen müssen. Tags drauf sind erste Reaktionen von Ratspolitikern dazu gekommen. Der Tenor: So weit hätte es nicht kommen dürfen.

SPD-Fraktionschefin Lia Kirsch ist empört darüber, dass die Fahrgäste nun die Leidtragenden einer jahrelangen Misere sein müssen. Sie erwartet, dass die Stadtwerke jetzt alle Möglichkeiten ausschöpfen, rasch neues Personal zu finden, bis hin etwa zur Bereitstellung von Werkswohnungen.

Der verkehrspolitische Sprecher der SPD-Fraktion, Matthias Glomb, ist fassungslos, über die Ausmaße des Fachkräftemangels bei den Stadtwerken über die Medien erfahren zu müssen - und nicht in politischen Gremien.

Andrea Blome, Grüne Vorsitzende im Verkehrsausschuss, nennt es "das völlig falsche Signal", das Busangebot massiv zu reduzieren. Es gelte nun, auf die Not kreativ zu reagieren. Sie nennt in diesem Zusammenhang Busspuren und andere Beschleunigungen.

Carsten Peters, verkehrspolitischer Sprecher der Grünen Ratsfraktion fordert ein Zusammenspiel aller Kräfte, auch Jobcenter, Bildungsträger und Agentur für Arbeit, um endlich ausreichend Busfahrer:innen zu gewinnen. Der Job müsse zudem u.a. durch eine attraktive Bezahlung und abgestimmte Arbeitszeiten wieder deutlich attraktiver werden.

Sven Konopka, Teamleiter von Volt Münster, fordert einen Runden Tisch, um die Probleme gemeinsam zu lösen, und zwar rasch.

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