Lamberti-Brunnen bleibt vorerst trocken

Die Stadtwerke werden die Sanierung übernehmen. Wann es losgeht, ist noch unklar. Der Trockenlauf der Pumpe ist defekt, die Steuerung im Technikschacht stand unter Wasser.

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Statt plätscherndem Wasser nur Stein und Beton. Am Lamberti-Brunnen ist die Pumpe ausgeschaltet. Der Trockenlauf der Pumpe ist defekt, die Steuerung im Technikschacht stand unter Wasser. Deswegen hat das zuständige Grünflächenamt den Stöpsel gezogen. Etwa zwei Jahre lang hat der Brunnen funktioniert, nachdem er zwischen 2020 und 2023 schon einmal trocken lag. Jetzt beginnt die Suche nach den Ursachen. Vor kurzen haben die Stadtwerke Münster den Auftrag bekommen, die Sanierung zu übernehmen. Wie und wann es nun damit losgeht, wird nach Auskunft eines Sprechers erst klar sein, wenn feststeht, was alles zu machen ist. Bis das Wasser wieder fließt, dürften viele Monate ins Land gehen. Im Oktober werden, für die Winterpause, turnusmäßig alle Brunnen in Münster außer Betrieb genommen.

Was soll es mit dem Brunnen weitergehen?

Für die Zukunft des Brunnens gibt es mehrere Gedankenspiele. Eine Möglichkeit wäre, die defekten Teile zu ersetzen, sobald feststeht, was alles genau kaputt ist oder wie marode es ist. Eine andere Möglichkeit wäre, den Brunnen abzubauen und an dem ursprünglichen Platz ein paar Meter weiter neu zu errichten. Dann könnte er auch wieder so aussehen wie 1909, als der ursprüngliche Brunnen aufgestellt wurde. Die aktuelle Version ist aus dem Jahr 1956.

Am Kiepenkerl-Brunnen läuft (etwas) Wasser© ANTENNE MÜNSTER
Am Kiepenkerl-Brunnen läuft (etwas) Wasser
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Münsters Brunnenpläne

In Münster gibt es über 20 Brunnen. Die meisten sind jedoch in einem schlechten Zustand und außer Betrieb. Die Stadt hat vor, die Brunnen nach und nach wieder in Betrieb zu nehmen. Für das Jahr 2026 sind weitere Sanierungen geplant. Die Stadtverwaltung hat bereits ein Sanierungsprogramm initiiert, um die notwendigen Mittel für die Instandhaltung der Brunnen bereitzustellen und damit sicherzustellen, dass diese wichtigen städtischen Elemente wieder aktiviert werden, heißt es aus dem Stadthaus.

Die Übergangslösung an der Neubrückenstraße

Den stillgelegten Brunnen in der Neubrückenstraße beleben seit Juni 2025 viele bunte Pflanzen, die den Beton darunter verdecken. Die Initiative starke Innenstadt Münster e.V. (ISI) hatte dieses Projekt gemeinsam mit dem Grünflächenamt und Münster Marketing schnell und unbürokratisch umgesetzt. Voraussichtlich bis 2028 bleibt dieser Brunnen in der Versenkung. Dann könnte er mit neuer Optik reaktiviert werden, wenn der nahe Apostelgarten umgestaltet wird.

Blumenbeete und Sitzmöglichkeiten, dazu ein Wasserspiel: So könnte künftig der „Apostelgarten” an der Neubrückenstraße aussehen.© SAL Landschaftsarchitektur
Blumenbeete und Sitzmöglichkeiten, dazu ein Wasserspiel: So könnte künftig der „Apostelgarten” an der Neubrückenstraße aussehen.
© SAL Landschaftsarchitektur

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