Ganz Münster bekommt bis 2030 schnelles Internet

In Münster soll innerhalb von zehn Jahren in nahezu jedem Haushalt ein Glasfaseranschluss liegen. Die Telekom und die Stadtwerke haben dafür heute eine Kooperation geschlossen.

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"Corona hat uns allen gezeigt, wie wichtig schnelles Internet auch zuhause im Home Office ist", sagt Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk (oben links im Bild zusammen mit Oberbürgermeister Markus Lewe und dem Geschäftsführer Privatkunden bei der Deutschen Telekom, Michael Hagspihl). Telekom und Stadtwerke wollen jetzt insgesamt 160.000 Haushalte in unserer Stadt mit schnellem Internet versorgen. Bis 2030 sollen dafür alle Kabel im Boden liegen. 2021 geht die Buddelei los, in welchem Stadtteil steht allerdings noch nicht fest.

Glasfasernetz wird für alle Internet-Anbieter verfügbar sein

Wichtig: Am Ende ist es ein offenes Netz, nicht nur für Stadtwerke und Telekom verfügbar, sondern auch für andere Internet-Anbieter. Der Netzzugang Dritter werde "diskriminierungsfrei und zu fairen kommerziellen Bedingungen gewährleistet", heißt es. Das offene Netz erzeuge Wettbewerb und mache die Sache wirtschaftlich, meint Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk.

Nachfrage ist Voraussetzung für Ausbau

Dass die Nachfrage in Münster zu gering sein könnte, glaubt Jurczyk nicht: "Schnelles Internet ist heute so wichtig wie ein Stromanschluss", sagt er. Das hätten aktuell die Erfahrungen aus der Coronakrise gezeigt. Deshalb sind beide Kooperationspartner auch optimistisch, dass die Münsteraner am Ende mitspielen und möglichst viele Verträge abschließen. Das werde im Rahmen von Vorvermarktungen verbindlich abgefragt. Dass das Netz offen ist, macht wiederum Hoffnung, dass der Wettbewerb am Ende auch die Nutzungspreise niedrig hält.

Sie planen den Glasfaserausbau für ganz Münster: Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden bei der Deutschen Telekom AG, und Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Stadtwerken© Stadtwerke Münster
Sie planen den Glasfaserausbau für ganz Münster: Michael Hagspihl, Geschäftsführer Privatkunden bei der Deutschen Telekom AG, und Sebastian Jurczyk, Vorsitzender der Geschäftsführung bei den Stadtwerken
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Letzte "langsame" Meile ist Geschichte

Insgesamt soll in rund 40.000 Gebäuden Glasfaserkabel bis zur Wohnung gelegt werden. Die sogenannte „Letzte Meile“ aus Kupfer, die das Internet langsamer macht, ist dann Geschichte.

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In zwei Stadtvierteln Münsters (Kreuz- und Hansaviertel) betreiben die Stadtwerke bereits ein Glasfasernetz. Mit der Erschließung des Stadtteils Amelsbüren beginnt das Unternehmen noch in diesem Jahr.

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