„Diensträder" statt Auto in Münster

Arbeitgeber in der Stadt fördern zunehmend einen klimafreundlichen Arbeitsweg ihrer Angestellten.

Das Thema umweltfreundlich von A nach B kommen spielt aktuell gefühlt so eine große Rolle wie noch nie. Viele wollen auf ihr Auto verzichten, um zur Arbeit zu fahren, können oder wollen teilweise aber auch keine öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Gerade in Münster ist da die am naheliegendste Alternative das Fahrrad oder E-Bike. Um diese zu finanzieren, kommen immer mehr Firmen in Münster ihren Arbeitnehmern entgegen. Dazu nutzen sie verschiedenen Modelle:

Darüber hat auch Christoph Hausdorf in der ANTENNE MÜNSTER-Morningshow gesprochen. Hier könnt ihr das noch mal nachhören:

© ANTENNE MÜNSTER

Leasing- und Mietmodelle

Bei diesen Modellen wird dem Arbeitnehmer monatlich ein Betrag vom Gehalt abgezogen und im Gegenzug kann er ein von ihm ausgesuchtes Fahrrad nutzen. Dies bringt ihm Steuervorteile und da die Administration über den Arbeitgeber läuft, ist es für ihn auch recht unkompliziert.

Dieses Leasing gilt in den meisten Fällen für 36 Monate. Anschließend gibt es abhängig von Firma und Anbieter zum Besipiel die Option, das Fahrrad zu kaufen oder gegen ein Neues auszutauschen.

Bereits genutzt wird dieses Modell von Brillux, der Sparkasse und Dermasence. Die LVM-Versicherung ist zurzeit in Gesprächen, ihren Mitarbeitern Leasing-Möglichkeiten zu bieten und auch bei Agravis steht das in der Planung.

Gehaltsvorschuss oder Darlehen

Bei der Stadt Münster können Angestellte einen Gehaltsvorschuss von 2560 € beantragen. Diesen können sie dann zu einem späteren Zeitpunkt an die Stadt Münster zurückzahlen.

Ähnlich ist es auch bei den Stadtwerken. Dort können Arbeitnehmer ein zinsloses Darlehen bekommen, um die Finanzierung eines normalen Fahrrads oder E-Bikes zu erleichtern.

Prämien

Seit zwei Jahren gibt es für Arbeitnehmer der LBS bei dem Kauf eines neuen Fahrrads oder E-Bikes von mindestens 400€ eine Bezuschussung von 200€. Diese Prämie können sie alle fünf Jahre beantragen.

Vergünstigungen bei Fahrradhändlern

Durch Kooperationen von Unternehmen und Händlern gibt es Rabatte oder Sonderkonditionen, sodass Angestellte günstiger an Fahrräder oder E-Bikes kommen.

Möglich ist dies beispielsweise durch die LVM-Versicherung oder die LBS.

Fahrrad-Extras in Unternehmen

Doch nicht nur bei der Finanzierung wird den Mitarbeitern geholfen. Einige Unternehmen bieten Akkuladestationen, Fahrradgaragen oder sogar Duschen und Spinde an.

Sollte man während der Arbeit mal zu einem nahegelgenen Termin fahren müssen, stellen zudem einige Unternehmen Dienstfahrräder bereit.

Die verschiedenen Anbieter

Beim Leasing können die Firmen zum Beispiel mit diesen Anbietern kooperieren:

Die Administration wid von Swapfiets übernommen. Damit ist es unkompliziert für Arbeitnehmer und -geber. Sollte das Fahrrad mal kaputt gehen, repariert Swapfietes es innerhalb eines Tages oder tauscht es aus. Außerdem können die Arbeitgeber Fahrräder flexibel dazu buchen oder kündigen. Ein Minimum an Fahrrädern, die der Arbeitgeber beantragt, gibt es nicht. 

Nach Ende der Laufzeit kann das geleaste Fahrrad gegen ein neueres Modell ausgetauscht werden. Auch Selbstständige, Gewerbetreibende oder Freiberufler können mein-dienstrad nutzen.

Es gibt zwei Varianten der Bezahlung durch den Arbeitgeber: Per Gehaltsumwandlung oder als Zusatzleistung zum Gehalt. Die Firma wirbt auf ihrer Homepage mit Vorteilen für Fahrradhändler, wenn diese JobRad-Fachhandelspartner werden. Das Angebot können Selbstständige und Unternehmen nutzen.

Der Arbeitgeber kann zwischen einem Basis- und einem Premium-Schutz wählen. Die Firma "Eurorad" wirbt mit verschiedenen Antriebsvarianten bei E-Bikes: Front-, Heck- und Mittelmotor.

Wie Arbeitgeber das für ihre Mitarbeiter nutzen können, hat Christoph Hausdorf in der ANTENNE MÜNSTER-Morningshow besprochen. Das gibt es hier noch mal zum Nachhören.

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