1991-2021: ANTENNE MÜNSTER Warner, Helfer, Ratgeber

Immer dann, wenn Unwetter oder andere Katastrophen bei uns in Münster passieren, wird ANTENNE MÜNSTER sehr wichtig. Und das seit 30 Jahren. Warum, das erklären wir hier.

Symbolbild Polizei und Feuerwehr

Nur der Lokalsender vor Ort kann im Katastrophenfall so detailliert und mit so großer Reichweite in unserer Stadt die Bürgerinnen und Bürger informieren. So können wir – im Gegensatz etwa zu landesweiten öffentlich-rechtlichen Programmen – kurzfristige Infos oder Handlungsempfehlungen der Einsatzleitungen von Polizei und Feuerwehr direkt und unkompliziert an die Hörerinnen und Hörer weitergegeben. Weil wir den direkten Draht zu allen Verantwortlichen haben. In 30 Jahren Sendergeschichte sind solche Katastrophenfälle glücklicherweise bisher relativ selten. Zwei Beispiele sind das Jahrhunderthochwasser im Juli 2014 und die Amokfahrt im April 2018.

Solche Sirenen sollen demnächst auch überall in Münster funktionieren© Stadt Münster
Solche Sirenen sollen demnächst auch überall in Münster funktionieren
© Stadt Münster

Was viele nicht wissen: bei Katastrophenlagen arbeitet Antenne Münster eng mit der Feuerwehr zusammen. Die Feuerwehr selbst hat sogar die Möglichkeit, Warnmeldungen automatisch im Programm auszustrahlen, zum Beispiel bei Schadstoffwolken oder Großbränden. In naher Zukunft sollen in Münster auch die Sirenen zurückkehren. Rund 80 soll es davon stadtweit geben. Der Weckruf der Sirenen ist dabei das Zeichen für die Münsteraner, sofort ANTENNE MÜNSTER einzuschalten.

Stadtsender ist gleichzeitig Warner, Helfer und Tröster

Neben der Information on air ist unsere Redaktion in Gefahrenlagen aber auch oft erste Ansprechpartnerin für unsere Hörerinnen und Hörer, ob am Telefon, via Email oder WhatsApp oder auch über die Social Media-Kanäle. Unsere Redakteurinnen und Redakteure waren in der Vergangenheit in kritischen Situationen wie Hochwasser oder Gefahr für Leib und Leben immer wieder beruhigende und vermittelnde Gesprächspartner für verzweifelte Menschen in unserer Stadt und das soll auch so bleiben.

Himmelreichallee nach dem Starkregen vom 28.07.2014© Provinzial Nord West
Himmelreichallee nach dem Starkregen vom 28.07.2014
© Provinzial Nord West

Als zum Beispiel in der Nacht vom 28. auf den 29. Juli 2014 in ganz Münster teilweise bis zu 290 Liter Regen auf einen Quadratmeter (zwei Badewannen) fielen und Häuser und Straßen meterhoch unter Wasser standen, war Antenne Münster mit aktuellen Sondersendungen und zusätzlichen Nachrichtenausgaben sofort die Informationsquelle Nummer 1 für die Münsteraner. Denn Radio kann bei Stromausfällen in der Stadt auch per Batteriebetrieb empfangen werden. Deswegen sollte jeder Haushalt in Münster auch noch ein Retro-Radio mit Batterie zuhause haben.

Jeder sollte ein Batterie-betriebenes Radio im Haushalt haben©
Jeder sollte ein Batterie-betriebenes Radio im Haushalt haben
©

Auch bei der Amokfahrt eines 48-jährigen Münsteraners am 7. April 2018 war es für die Bürgerinnen und Bürger die erste und beste Idee, sich über ANTENNE MÜNSTER zu informieren. Der psychisch kranke Mann hatte damals seinen Van am Kiepenkerl-Denkmal in eine Gruppe von Menschen gelenkt. Vier Menschen starben, mehr als 20 wurden zum Teil schwer verletzt. Weil die Lage danach unklar war, wurde an diesem sonnigen Samstagnachmittag mit Hilfe von Durchsagen bei Antenne Münster die Innenstadt innerhalb von zwei Stunden komplett geräumt.

Und während der schlimmsten Phase der Corona-Pandemie war Antenne Münster nicht nur Informationsquelle, sondern auch Halt, Aufmunterung und Ablenkung in schweren Zeiten.

Weitere Meldungen