17-stöckiger Büroturm im Hafen geplant

Auf rund 9.500 Quadratmetern im Bereich Robert-Bosch-Straße/Industrieweg entsteht ein Bürocampus mit einer Gesamt-Mietfläche von ca. 21.000 Quadratmetern.

© Interboden Gruppe

Die Entwicklung auf dem Grundstück am Hafen ist nach Auskunft der Stadt Münster vorerst die letzte Hochhausbebauung, die in Form eines 17-stöckigen Büroturms umgesetzt wird. Hinzu kommen fünf dreigeschossige Flachbauten.

Das Projekt wird gemeinsam errichtet von der Westfälisch-Lippischen Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH (WLV), einer Tochtergesellschaft des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) und dem Projektentwickler Interboden Innovative Gewerbewelten GmbH & Co. KG aus Ratingen.

LWL bezieht viele Büros selbst

Der LWL selbst will im Dreieckshafen mindestens 4.000 Quadratmeter nutzen. Der Kommunalverband rechnet schließlich wegen der Übernahme weiterer Aufgaben bis zum Jahr 2024 mit einem zusätzlichen Büroflächenbedarf von rund 11.000 Quadratmetern.

Gastro, Fitness, Kita und mehr

Es sollen aber auch Flächen für Gastronomie, Fitness und eine Kindertagesstätte enstehen sowie ein "umfassendes Mobilitätskonzept" - inklusive 235 PKW-Tiefgargen - und über 450 Fahrradstellplätze, die den Mietern zur Verfügung stehen werden.

Eigene Quartiersapp

Diese Angebote sowie zahlreiche weitere Services seien über die eigene Quartiersapp abrufbar, die die Nutzer der Immobilie miteinander verbinde und eine lebendige Nachbarschaft schaffe. "Unser Ziel ist es, die Ideenwerft zur zentralen Anlaufstelle und zu einer nachgefragten Adresse im Münsteraner Dreieckshafen zu entwickeln", so Carsten Boell, Geschäftsführer der "Interboden Innovative Gewerbewelten". "Das Projekt gibt uns die Chance, den ganzheitlichen Anspruch von Interboden umzusetzen, der eine nachhaltige Entwicklung mit Fokus auf den Mieternutzen verbindet. Dass wir auf dem richtigen Weg sind, zeigen schon jetzt erfolgsversprechende Gespräche mit Mietinteressenten."

Es wird immer schwieriger, in Münster Büroflächen zu bekommen. Die Investition der WLV ist nicht nur als Kapitalanlage interessant, sondern bietet uns als einer der größten Verwaltungen in NRW auch Planungssicherheit.

LWL-Direktor Matthias Löb

Der Entwurf der Architektengemeinschaft Prof. Manuel Thesing, Heiden/Westf., und Prof. Peter Böhm, Köln, zeichnet sich nach Einschätzung des Gestaltungsbeirates der Stadt Münster durch einen zurückhaltenden, aber dennoch selbstbewussten Städtebau im Sinne einer für den Hafen-Standort passenden Industriearchitektur aus. Die Fertigstellung des Bürocampus ist für 2023 geplant.

Münster ist auch als Bürostandort äußerst nachgefragt. Die vielfältige Dienstleistungsmetropole bekommt mit dieser markanten Immobilie ein neues Aushängeschild. Das wird zugleich die Initialzündung für die weitere Entwicklung des gesamten Quartieres am Dreieckshafen sein.

Oberbürgermeister Markus Lewe

Trafen die letzten Absprachen zum Bau des neuen Bürocampus: (v.l.) Dr. Reiner Götzen, Robin Denstorff, Andreas Nienaber, Oberbürgermeister Markus Lewe, Matthias Peck, LWL-Direktor Matthias Löb, Bodo Strototte, Carsten Boell.© Stadt Münster/Michael C. Möller
Trafen die letzten Absprachen zum Bau des neuen Bürocampus: (v.l.) Dr. Reiner Götzen, Robin Denstorff, Andreas Nienaber, Oberbürgermeister Markus Lewe, Matthias Peck, LWL-Direktor Matthias Löb, Bodo Strototte, Carsten Boell.
© Stadt Münster/Michael C. Möller

Weitere Meldungen