UKM: Patientenversorgung mit Medikamenten gesichert

Ob Krebsmedikament, Blutdruckmittel oder auch Infusionslösungen: Lieferengpässe bei Medikamenten betreffen immer häufiger auch die Uniklinik Münster (UKM) . "Noch ist die Patientenversorgung gesichert, aber das Problem wird größer", hieß es am Donnerstag (29.08.) bei einem Ortstermin in der UKM-Apotheke.

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Etwa 3.500 Medikamente hat Dr. Christoph Klaas, der Leiter der UKM-Apotheke vorrätig. Gab es 2015 noch bei knapp 100 Medikamenten Lieferschwierigkeiten, kam es in diesem Jahr schon bei fast 500 Medikamenten zu Engpässen. Aktuell fehlen in der Uniklinik mehr als 200 Medikamente.

Die Versorgungslage wird schwieriger bei Medikamenten, aber auch bei Wirkstoffen für die Eigenproduktion. Noch müssten die Patienten nicht unter der Situation leiden, sagt Dr. Christoph Klaas. Die UKM-Apotheke habe manchmal wirkstoffgleichen Ersatz und es gebe auch den Austausch mit anderen Krankenhäusern oder niedergelassenen Apotheken:

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Aber auch die niedergelassenen Apotheken klagen nach Angaben der Apothekerkammer über Engpässe bei einigen Medikamenten. Ein Grund für die Lage ist der Wettbewerbsdruck in der Pharmaindustrie. Wegen sinkender Preise spezialisieren sich manche Hersteller, so dass nur noch wenige Firmen bestimmte Medikamente anbieten. Das UKM fordert weniger Bürokratie und stärkere Kontrolle der Medikamentenversorgung durch die Politik.

Im Lager der UKM-Apotheke (v.r.n.l.): Prof. Georg Lenz, Direktor Medizinische Klinik A am UKM (r), Dr. Christoph Klaas, Leiter UKM-Apotheke, Prof. Hermann-Joseph Pavenstädt, Direktor Medizinische Klinik D am UKM© ANTENNE MÜNSTER
Im Lager der UKM-Apotheke (v.r.n.l.): Prof. Georg Lenz, Direktor Medizinische Klinik A am UKM (r), Dr. Christoph Klaas, Leiter UKM-Apotheke, Prof. Hermann-Joseph Pavenstädt, Direktor Medizinische Klinik D am UKM
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