Nach Explosion: Hausbewohnerinnen werden befragt

Vier Wochen nach der Gasexplosion in einem Haus am Max-Klemens-Kanal (18.09.) stehen noch weitere Befragungen der beiden Hausbewohnerinnen an. Es geht um ihre Verfassung zur Tatzeit, um die Schuldfähigkeit festzustellen, teilte die Staatsanwaltschaft Münster auf Nachfrage mit.

Die 67-jährige Bewohnerin hatte bereits eingeräumt, sie habe zusammen mit ihrer Tochter die Explosion in Selbstmordabsicht herbeigeführt. Hintergrund war die unmittelbar bevorstehende Zwangsräumung durch eine Gerichtsvollzieherin, die von Polizisten begleitet wurde. Drei Polizisten wurden durch die Explosion leicht verletzt. Von den beiden Bewohnerinnen kam die Tochter mit lebensgefährlichen Verletzungen in eine Spezialklinik. Sie konnte inzwischen befragt werden, äußert sich allerdings nicht. Sie sitzt in Untersuchungshaft, die Mutter ist in einer forensischen Klinik. Aktuell stehen auch noch die Brandgutachten vom Landeskriminalamt aus. 

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