Münster erklärt Klimanotstand

Ein deutliches Signal für den Klimaschutz: Der Rat der Stadt Münster hat am Mittwochabend (22.05.) mit großer Mehrheit den "Klimanotstand" ausgerufen. Münster ist die erste Großstadt in NRW, die diesen Schritt geht. Die Entscheidung hatte sich angebahnt.

© ANTENNE MÜNSTER

Mit dem Klimanotstand sollen bei allen Entscheidungen des Rates künftig die Auswirkungen auf das Klima und die CO2 Belastung berücksichtigt werden. Das spiele vor allem in den Bereichen Verkehr, Altbausanierung, Neubausanierung und Energiepolitik eine Rolle, erklärt Münsters Umweltdezernent Matthias Peck.

 

"Es ist ein dramatisches Signal, dass Münster als eine Stadt, die seit 25 Jahren im Klimaschutz aktiv ist, bislang keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen hat, die Klimaziele zu erreichen."

 

Die Ratsmitglieder reagierten mit dem Klimanotstand auch auf eine Anregung der Fridays for Future Demonstranten in Münster. Seit Monaten fordern sie eine konsequente Klimapolitik und den Klimanotstand. "Der Klimanotstand ist ein erster wichtiger Schritt, aber auf die schönen Worte müssen jetzt Taten folgen", sagte Fridays for Future Aktivistin Carla Reemtsma im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Münster ist nach Herford und Tönisvorst (Kreis Viersen) die dritte Stadt in NRW, die den Klimanotstand ausruft.

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