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Eine Apothekerin im weißen Kittel telefoniert mit jemandem. Währenddessen wartet ein Patient auf sein Medikament.
© ABDA
In Apotheken ist der Medikamentenmangel ein Dauerthema geworden. Auch wenn es immer Lösungen für die Patient:innen gibt, bedeutet das für Apotheken viel Mehrarbeit.
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Medikamentenmangel im Münsterland

Wenn ihr in die Apotheke geht, kann es sein, dass das verschriebene Medikament nicht lieferbar ist. Bei immer mehr Medikamenten gibt es Engpässe.

Veröffentlicht: Donnerstag, 07.08.2025 13:35

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In Apotheken im Münsterland fehlen immer mehr Medikamente und Wirkstoffe. Dr. Nina Grunsky, Sprecherin der Apotheken in der Region Westfalen-Lippe bestätigt: Das ist Teil eines schon länger anhaltenden bundesweiten Medikamentenmangels. Die gute Nachricht für die Patient:innen: Die Apotheken vor Ort finden immer noch Lösungen. Doch dafür müssen sie teils 20 bis 30 Stunden Mehrarbeit pro Woche hinnehmen. Denn sie müssen dann prüfen: Gibt es den gleichen Wirkstoff möglicherweise in einer anderen Darreichungsform? Oder kann man auf ein ähnliches Medikament ausweichen, mit etwas anderer Rezeptur? Dafür muss auch Rücksprache mit den Ärzt:innen gehalten werden, was beide Seiten Zeit kostet.

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Unter anderem Cholesterin-Senker und Asthma-Sprays betroffen

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Inzwischen seien mehr als 530 Medikamente nicht lieferbar. Darunter seien Cholesterin-Senker, Antidepressiva aber auch ADHS-Medikamente oder einzelne Insuline und Asthma-Sprays. Diese werden laut Grunsky oftmals nur noch in wenigen Produktionsstätten produziert. Gibt es dort ein Problem, sei man dem hier oft einfach ausgeliefert. Die Apotheken fordern jetzt mehr Handlungsfreiheiten, um auf solche Engpässe flexibler reagieren zu können.

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