"Maria 2.0" schlägt Thesen an Münsters Kirchen

500 Jahre nach Martin Luther wurden am Sonntag (21.02.) bundesweit neue Thesen an sämtliche Kirchentüren geschlagen. Auch bei uns in Münster hat die Reformbewegung "Maria 2.0" ihre Forderungen für eine neue Kirchenreform an Kirchentüren befestigt, unter anderem an der Pforte des Doms, an der Lambertikirche und an der Kirche im Stadtteil Amelsbüren. 

Sieben Thesen für eine gerechte und moderne Kirche

Mit ihren sieben Thesen an den Türen von bekannten katholischen Kirchen will "Maria 2.0" einerseits auf die Missstände in der katholischen Kirche aufmerksam machen und und andererseits Ideen für eine vielseitige und moderne Kirche präsentieren. Maria 2.0 kritisiert "eklatante Missstände in der katholischen Kirche" und kämpft auch gegen den sexuellen Missbrauch, den Pflichtzölibat oder auch den Machtmissbrauch. Schon öfter hat die Reformbewegung mit ihren Aktionen beispielsweise für Frauenrechte in der katholischen Kirche geworben. Auf der "Maria 2.0"-Website könnt ihr außerdem die Fotos der anderen Kirchen sehen, an deren Pforten die sieben Thesen geschlagen wurden.

Im Vorfeld der am 23.02. beginnenden digitalen Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz gab es weitere Aktionen unter anderem in München, Freiburg und Köln. Der Sprecher der Bischofskonferenz äußerte Verständnis für den Unmut. Eine Veränderung könne aber nicht von heute auf morgen passieren, sagte er und verwies auf den Synodalen Weg, den die Bischofskonferenz ins Leben gerufen habe.

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