
Stadt zieht erste positive Bilanz zu Verkehrsversuchen
"Alle drei Verkehrsversuche sind auf einem gutem Weg", sagt Michael Grimm, der Leiter des Amts für Mobilität und Tiefbau, im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Nach gut einer Arbeitswoche mit den Verkehrsversuchen zieht er eine weitgehend positive Bilanz.
Veröffentlicht: Freitag, 06.08.2021 04:30
Seit Montag laufen die drei Verkehrsversuche in der Stadt: die autofreie Hörstertsraße, die Radfahrervorfahrt auf der Promenade am Neubrückentor und die durchgägige Busspur zwischen Ludgerikreisel und LWL-Landeshaus. Gute eine Arbeitswoche nach dem Start zieht der Verantwortliche, Münsters Tiefbauamtsleiter Michael Grimm, im ANTENNE MÜNSTER-Interview mit Morgenmoderator Gerrit Nissen eine weitgehend bislang positive Bilanz:
Ich glaube, alle Verkehrsversuche sind auf dem guten Weg,
so Grimm. Er beobachte mit seinem Team laufend, sie sitzen jeden Morgen zusammen in einer großen Runde und lassen den vorigen tag Revue passieren, um zu überlegen, was sie optimieren können.
Nadelöhr vor dem Hauptbahnhof
Die drei Verkehrsversuche in der Stadt seit Montag stoßen bei den ANTENNE MÜNSTER-Hörer:innen nicht nur auf positive Reaktionen. Viele beschweren sich vor allem über das neue sogenannte "Nadelöhr" vor dem Hauptbahnhof. Denn dort wird für die durchgängige Busspur die Fahrbahn für Autos von zwei Spuren auf eine verengt. Nach wenigen Tagen zeigt sich laut Beobachtung der Fachleute aus der Stadtverwaltung aber eine zunehmende Entspannung der Verkehrslage. Die Verkehrsteilnehmer:innen hätten sich auf die Situation eingestellt.
Die regelmäßigen Befahrungen – morgens, mittags und abends – bestätigen unsere Erwartungen. Wir registrieren natürlich die vereinzelt auftretenden Rückstauungen und die dadurch verursachte Fahrzeitverlängerung. In der Regel dauert es aktuell in den abendlichen Spitzenzeiten maximal bis 15 Minuten um vom Ludgerikreisel bis zum Landeshaus zu fahren,
schildert der Leiter des Amtes für Mobilität und Tiefbau, Michael Grimm, die aktuellen Erfahrungen. Laut Grimm fährt ein Team die Strecke regelmäßig ab und stoppt die Zeit. Er sehe aktuell keine große Verschlechterung der Situation für die Autofahrer:innen im Vergleich zu vor den Versuchen.
Radfahrervorfahrt Neubrückentor sicherer gemacht
Viele Hörer:innen hatten uns Anfang der Woche berichtet, sie sehen die Radfahrervorfahrt auf der Promenade am Neubrückentor als Gefahrenquelle.
Da haben wir auch beobachtet, dass die oder der eine oder andere Autofahrer:in vielleicht etwas zu schnell über diese Stelle fährt. Deshalb haben wir diese Woche nochmal drei Vorfahrt achten-Schilder auf die Straße gemalt,
so Grimm.
Übersicht zu den Verkehrsversuchen
Auch wir von ANTENNE MÜNSTER hatten am Montagmorgen festgestellt, dass der Verkehrsversuch am Neubrückentor noch nicht reibunsglos beziehunsweise gar nicht lief. Denn morgens um viertel nach sieben gab es noch "Vorfahrt gewähren"-Schilder für die Radfahrer:innen auf der Promenade und keine solcher Schilder für die Autofahrer:innen. Das hat sich dann aber im Laufe des Vormittags geändert. Auf Nachfrage hatte Grimm gesagt, zusätzlich sei ein roter Balken als Promenadenüberfahrt für die Radfahrer:innen auf die Straße gemalt worden - zur Verdeutlichung der Radfahrervorfahrt.
Hier bekommt ihr eine Übersicht zu den einzelnen Verkehrsversuchen.
Amt nimmt Anregungen entgegen
Der Prozess der Verkehrsversuche bis zum 24. September beinhalte auch die ständige Beobachtung der Versuche, damit Anpassungen vorgenommen werden können. So wurden etwa auch in der Hörsterstraße nöch Dinge geändert: Einzelne Stadtmöbel wurden verschoben, um Hauseingänge besser zugänglich zu machen. Immer wieder sind die Fachleute vor Ort und beobachten die Situation. Sie nehmen auch Anregungen entgegen und beantworten Fragen. Die Ansprechpartner:innen im Amt für Mobilität und Tiefbau sind auch per Mail zu erreichen: tiefbauamt@stadt-muenster.de. Wenn ihr eure Telefonnummer mitschickt, würde sich das Amt gegebenenfalls auch bei euch melden, so Grimm.