
Neue Ideen für die Hittorfstraße
Die Verwaltung bringt ins Gespräch, die Hittorfstraße als Einbahnstraße für Autos auszuweisen und eine Bewohnerparkzone einzurichten.
Veröffentlicht: Freitag, 17.07.2020 14:00
Das könne in der Hittorfstraße das Aufkommen des Nicht-Anliegerverkehrs reduzieren und so helfen, das Problem des knappen Verkehrsraums in diesem Bereich zu entschärfen, heißt es aus der Stadtverwaltung. In einem ersten Schritt werden derzeit die Markierungsarbeiten so angepasst, dass in der Hittorfstraße zunächst mehr Parkraum als geplant erhalten bleibt, ohne den für Fahrradstraßen vorgesehenen Sicherheitsstandard einer mindestens vier Meter breiten Fahrgasse für Räder aufzugeben.
Die CDU-Fraktion schlägt unterdessen vor, einen vier Meter breiten roten Streifen in der Mitte der Straße anzulegen mit einem 50 cm breiten Sicherheitstrennstreifen an beiden Rändern. Daran könnten sich zu beiden Straßenrändern hin zwei Meter breite längs ausgerichtete Parkplätze anschließen.
Für die SPD Münster wäre es von Anfang an besser gewesen, das Geld statt in Fahrradstraßen besser in den Ausbau der vorhandenen Radwege zu investieren.
Aus der FDP-Fraktion gibt es vor allem Kritik an der bisherigen Kommunikation zwischen Verwaltung und Anwohnern. Fraktionsvorsitzender Jörg Behrens: "Natürlich brauchen die Anwohner der Hittorfstraße Auto-Parkplätze. Statt Probleme zu beschreiben oder gar zu verschärfen, müssen Konflikte gelöst werden. Hierzu bedarf es Lösungen mit Augenmaß und Kompromisse auf allen Seiten."
Münsters Grüne verteidigen den Umbau der Hittorfstraße zur Fahrradstraße: Rotfärbung und die vorgeschriebene Mindestbreite seien richtig, sagt Ratsherr Carsten Peters. Aber: das ganze muss natürlich besser kommuniziert werden.
