
Mordanklage gegen Neffen
Die Staatsanwaltschaft Münster hat Anklage gegen einen 52-Jährigen erhoben, der im Sommer seine Tante in Kinderhaus ermordet haben soll. Das Motiv für die Tat soll nach bisherigen Ermittlungen Habgier sein.
Veröffentlicht: Mittwoch, 18.12.2019 13:20
Rund vier Monate nach dem Tod einer 68-Jährigen aus Münster hat die Staatsanwaltschaft den Neffen der Frau wegen Mordverdachts angeklagt. Der 52-Jährige soll seine Tante Anfang August nach einem Streit um Geld in ihrer Wohnung in Münster getötet haben, wie Oberstaatsanwalt Martin Botzenhardt am Mittwoch (18.12.) mitteilte. Anschließen soll der Neffe die Leiche mit seinem Auto in die Nähe seines Wohnortes in Schleswig-Holstein gefahren und in einem unzugänglichen Gelände abgelegt haben. Die Tote wurden zufällig von einer Spaziergängerin Ende August gefunden.
Die Ermittler gehen davon aus, dass der Mann einen fünfstelligen Geldbetrag nicht wie vereinbart zurückgezahlt hatte. Daraufhin sei es zum Streit gekommen. Mit einem Schlag gegen den Hals sei die Frau getötet worden. Als Mordmotiv gibt die Staatsanwaltschaft Habgier an. Der Angeschuldigte sitzt in Untersuchungshaft und räumt den Angaben zufolge nur ein, seine Tante besucht zu haben. Mit dem Tod will er aber nichts zu tun haben. Auch habe er einen Teil des Geldes zurückgezahlt, der Rest sei ein Geschenk gewesen.
Das Landgericht Münster muss jetzt über die Zulassung der Anklage entscheiden.