
Klage gegen Krankletterer
Die Wohn+Stadtbau hat Strafanzeige gegen den "Müllsammler von Kinderhaus" gestellt und geht auch zivilrechtlich gegen ihn vor.
Veröffentlicht: Dienstag, 23.08.2022 04:30
Der "Müllsammler von Kinderhaus" hatte drei Wochen lang mit seiner Kranbesetzung eine Baustelle der Wohn+Stadtbau lahmgelegt. Deswegen werden 59 Wohnungen erst einen Monat später fertig als geplant. Allein das verursache einen Schaden von etwa 40.000 Euro, berichten die "Westfälischen Nachrichten". Insgesamt dürfte der Schaden, den der psychisch kranke Mann verursacht hat, "im sechsstelligen Bereich liegen", wird Stefan Wismann zitiert, der Geschäftsführer der Wohn+Stadtbau.
Deswegen hat das städtische Tochterunternehmen nun Strafanzeige gestellt und geht auch zivilrechtlich gegen den "Müllsammler" vor. "Das Verfahren läuft", sagt Wismann. Er rechnet aber nicht mit einer schnellen Klärung. Ob sich die Regressforderung auch durchsetzen lässt, wird sich zeigen. Bekanntlich ist der "Müllsammler von Kinderhaus" vermögend und juristisch äußerst versiert.
Die Wohn+Stadtbau will versuchen, ihre Baustellen künftig besser zu sichern. Es sei aber eine Illusion zu glauben, man könne alle Kräne der Stadt vor Besetzungen schützen, so Wismann.