WWU Forscher haben neue Kenntnisse über den Erdmantel

Was auf dem Bild aussieht wie moderne Kunst ist eigentlich Vulkangestein unter dem Mikroskop. Forscher der Uni Münster haben nämlich Gestein gefunden, das neue Erkenntnisse zum Erdmantel bringt.

© Sarah Mazza (Institut für Planetologie der WWU)

Vulkangestein aus Bermuda

Forscher der Uni Münster sind an einem Fund beteiligt, der ganz neue Erkenntnisse über die Zusammensetzung des Erdmantels bringt: In Bermuda haben die Wissenschaftler Gestein gefunden, dass möglicherweise noch vom letzten Superkontinent Pangäa stammt.

Die geochemische Zusammensetzung deutet darauf hin, dass die Forscher eine bislang unbekannte Region des Erdmantels gefunden haben. Unter anderem der hohe Anteil an Blei-Isotopen, der noch auf keiner anderen Insel so hoch gemessen wurde, deutet darauf hin.

Der Erdmantel beginnt unter der äußersten Erdkruste und reichte bis zu knapp drei Kilometer (2.900 Meter) ins Erdinnere. "Das zeige, dass unser Verständnis von der Zusammensetzung des Erdmantels immer noch unvollständig ist - obwohl wir ihn seit fast einem Jahrhundert untersucht haben", sagt Studienleiterin Sarah Mazza vom Institut für Planetologie der WWU. In folgenden Studien wollen die Forscher dem "Mysterium Bermuda" weiter auf den Grund gehen.

Das untersuchte Vulkangestein unter dem Mikroskop: Ein Dünnschliffbild in polarisiertem Licht zeigt Klinopyroxen-Kristalle, die zur Berechnung der Wasserkonzentration des Magmas verwendet wurden. © Sarah Mazza (Institut für Planetologie der WWU)
Das untersuchte Vulkangestein unter dem Mikroskop: Ein Dünnschliffbild in polarisiertem Licht zeigt Klinopyroxen-Kristalle, die zur Berechnung der Wasserkonzentration des Magmas verwendet wurden.
© Sarah Mazza (Institut für Planetologie der WWU)

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