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WLE-Strecke: Planfeststellungsverfahren beginnt
© Zweckverband Westfalen-Lippe
Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf, und Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe (von links) freuen sich, dass der Genehmigungsprozess für die Bahnstrecke Münster-Sendenhorst in Gang gesetzt wurde
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WLE-Strecke: Planfeststellungsverfahren beginnt

Münster und Sendenhorst sollen ab 2024 durch neue Nahverkehrsangebote unter anderem auf der WLE-Bahnstrecke enger zusammenrücken.

Veröffentlicht: Dienstag, 12.05.2020 14:00

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Die neue Mobilitätsachse zwischen Münster und Sendenhorst nimmt weiter Fahrt auf. Das Oberzentrum und der Kreis Warendorf sollen ab 2024 durch neue Nahverkehrsangebote unter anderem auf der WLE-Bahnstrecke enger zusammenrücken. Nachdem 2019 die finanziellen Voraussetzungen durch die Aufnahme in den ÖPNV-Bedarfsplan und den Infrastrukturfinanzierungsplan des Landes NRW geschaffen wurden, arbeiten alle Beteiligten weiterhin mit Hochdruck an der Umsetzung des Projekts.

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Mit der Übergabe der Planungsunterlagen an die Bezirksregierung Münster am Freitag (08.05.) erfolgte jetzt der nächste wichtige Schritt in Richtung Realisierung dieses regional- und landesbedeutsamen Mobilitätsprojektes. Damit ist der Start des Planfeststellungsverfahrens verbunden.

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Der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) koordiniert das Projekt federführend mit regionaler/lokaler Unterstützung durch den Kreis Warendorf, die Städte Münster und Sendenhorst sowie die Stadtwerke Münster und der WLE GmbH als Eigentümerin der Strecke.

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Mit der neuen Mobilitätsachse auf und neben der früheren WLE-Strecke verfolgen die Partner ein gemeinsames Ziel: Das Münsterland soll durch das Projekt einen wichtigen Schritt in Richtung einer optimal vernetzten Region machen. Das dann deutlich verbesserte Angebot, das aus einem eng vertakteten Schienenverkehr, Regionalbus-, und Stadtbusverkehr besteht, bietet den Bürgern künftig umweltfreundlichere, zügigere, sicherere und komfortablere Mobilität. Die WLE ist erster und richtungsweisender Baustein des vom Nahverkehrsverband Westfalen (NWL), den vier Münsterlandkreisen und der Stadt Münster initiierten Projektes S-Bahn-Münsterland.

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Der Landrat des Kreises Warendorf, Dr. Olaf Gericke (l.), der Oberbürgermeister der Stadt Münster, Markus Lewe (r.), der Bürgermeister der Stadt Sendenhorst, Berthold Streffing, sowie die Geschäftsführer der Westfälischen Landes-Eisenbahn, André Pieperjohanns und des NWL, Joachim Künzel, freuen sich, dass der Genehmigungsprozess nun endlich losgeht.

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Die WLE-Personenstrecke von Münster nach Sendenhorst bietet in einem vom Autoverkehr hochbelasteten Korridor die große Chance einer echten Alternative zum Autoverkehr sowie hinsichtlich Takt und Komfort den Einstieg in die S-Bahn-Münsterland. Damit ist sie die richtige Antwort zur Lösung unserer massiven Verkehrsprobleme, insbesondere der Pendlerproblematik.
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Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe

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Dr. Olaf Gericke, Landrat des Kreises Warendorf, ergänzt: "Ich bin froh, dass wir jetzt Nägel mit Köpfen machen. Das ist ein wichtiger Meilenstein für eine moderne Mobilität – nicht nur für Sendenhorst und Münster. Es ist besser mit dem Zug zu fahren als nebenan auf der Straße im Stau zu stehen."

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Die WLE-Strecke erschließt den südöstlichen Stadtbereich von Münster mit dem Bereich MCC Halle Münsterland, dem Hafen, dem Gewerbegebiet Loddenheide und den Stadtteilen Gremmendorf/York-Quartier, Angelmodde und Wolbeck und bindet die Stadt Sendenhorst einschließlich des Ortsteils Albersloh an das wachsende Oberzentrum und den Bahnknoten Münster an. Sie bietet die große Chance, der aktuellen und prognostizierten Entwicklung der Wirtschaft und der Wohnquartiere im südöstlichen Korridor mit einem attraktiven SPNV-Angebot wichtige Impulse zu geben sowie einen bedeutenden Beitrag zur Wettbewerbs- und damit Zukunftsfähigkeit der Stadtregion zu leisten.

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Im Stadtbereich Münster verkehrt die WLE bis Wolbeck in einem 20-Minuten-Takt und ist eingebunden in den Stadtbusverkehr; nach Sendenhorst gibt es zwei stündliche Verbindungen mit direkten Bus-Anschlüssen nach Beckum und Ennigerloh. Sie wird in Münster die neuen Haltepunkte Halle Münsterland, Loddenheide, Gremmendorf und Angelmodde sowie einen neuen Bahnhof Wolbeck bedienen. Im Kreis Warendorf werden die neu zu bauenden Bahnhöfe Albersloh und Sendenhorst bedient.

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Im Zuge des nun begonnenen Planfeststellungsverfahrens können private Einwendungen geltend gemacht sowie die Stellungnahmen von Behörden, Trägern öffentlicher Belange und Verbände erarbeitet werden.

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Alle Projektbeteiligten streben an, eine Betriebsaufnahme des Personenverkehrs auf der WLE-Strecke bis 2024 zu verwirklichen. Dies ist jedoch von verschiedenen Aspekten abhängig, deren Entwicklung sich erst im weiteren Verlauf des Projektes zeigen wird und die mittel- sowie unmittelbar Einfluss auf Betriebsaufnahme haben werden.

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