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West-Östlicher Diwan auf dem Domplatz
© ANTENNE MÜNSTER
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West-Östlicher Diwan auf dem Domplatz

Eine kulturelle Begegnung der besonderen Art erwartete die Münsteraner am Wochenende (31.08./01.09.) auf dem Domplatz. Beim West-Östlichen Diwan wurden kurdische Tänze aufgeführt, westfälische Lieder gesungen und Gedichte rezitiert.

Veröffentlicht: Sonntag, 01.09.2019 16:55

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Ein buntes Programm mit Musik, Tanz und Gedichten vereinte auf dem Domplatz orientalische und westfälische Kultur. Das Zusammenspiel der verschiedenen Einflüsse begeisterte die vielen Besucher, die den West-Östlichen Diwan von Samstag bis Sonntag besichtigten. Im vergangenen Jahr wurde die Veranstaltung von Thomas Nufer ins Leben gerufen. Der West-Östliche Diwan war ein Fest für alle Sinne: Musikanten spielten orientalische Musik, eine Tanzgruppe führte kurdische Folklore-Tänze auf, ein Kiepenkerl lief mit einem Trupp traditionell westfälisch gekleideter Personen durch die Menge und ein syrische Restaurant verkaufte duftende Manakish. Markus von Hagen brachte den Besuchern zudem den weltbekannten persischen Dichter Hafis näher.

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West-Östlicher Diwan auf dem Domplatz
© ANTENNE MÜNSTER
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Die Statue des persischen Dichters Hafis trohnte neben der von Johann Wolfgang von Goethe auf einem Podest. Von Goethe kam auch der Name der Veranstaltung: Der West-Östliche Divan ist die umfangreichste Gedichtsammlung des weltberühmten Literaten. Zur Zeit des aufkeimenden Patriotismus gegen die Französiche Fremdherrschaft distanzierte er sich davon und begab sich gedanklich in den Orient. Mit Begeisterung las er die Werke von Hafis, die ihn so stark inspirierten, dass er seinen neuen Schöpfungsgeist als "wiederholte Pubertät" bezeichnete.

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