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Wer hat in Münster wie gewählt?
© ANTENNE MÜNSTER
Jede Stimme zählt.
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Wer hat in Münster wie gewählt?

Die Statistikdienststelle der Stadt hat die Ergebnisse der Bundestagswahl 2021 nach Alter und Geschlecht erfasst, ausgewertet und aufbereitet.

Veröffentlicht: Freitag, 01.10.2021 09:30

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Die repräsentative Wahlstatistik für Münster liefert einen detaillierten Blick auf das Wahlverhalten der Münsteraner:innen.

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Die Jungen wählten grün

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Von den jungen Wähler:innen bis 25 Jahre entschied sich knapp die Hälfte (47,9 %) mit der Erststimme für die Kandidatin der Grünen, Maria Klein-Schmeink. Bei den Frauen dieser Altersgruppe lag der Anteil noch darüber (55,8 %). Wähler:innen ab 70 Jahre gaben Erst- und Zweitstimme größtenteils der CDU. Der Kandidat der CDU, Dr. Stefan Nacke, erhielt von dieser Altersgruppe mehr als die Hälfte aller Erststimmen (54 %), während die CDU als Partei hier knapp die Hälfte aller Zweitstimmen (49 %) bekam.

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© Stadt Münster
So verteilen sich die Erststimmen auf Alter und Geschlecht (anklicken für ganze Ansicht).
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Mit der Erststimme wird der Direktkandidat bzw. die Direktkandidatin einer Partei gewählt. Während Klaus Kretzer von der FDP und Maria Klein-Schmeink von den Grünen vor allem von Personen unter 35 Jahre gewählt wurden, waren die Wähler:innen des CDU-Kandidaten Dr. Stefan Nacke zu 44,9 % 60 Jahre und älter. Für Svenja Schulze von der SPD stimmten alle Altersgruppen gleichermaßen.

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Mit der Zweitstimme wird die Landesliste einer Partei gewählt. Die Stimmenverteilung nach Altersgruppen ergibt ein ähnliches Bild wie bei den Erststimmen.

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Stimmensplitting

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Bei allen vier Parteien gibt es eine hohe Stimmenbindung bei der Erststimme: Bei der CDU stimmten 76,7 % auch mit der Zweitstimme für die CDU, bei der SPD waren es 70,2 %, bei der FDP 78,1 % und bei den Grünen 75,4 %. Bei den Zweitstimmen stellt sich die Situation folgendermaßen dar: Von den Wähler:innen, die ihre Zweitstimme der CDU gaben, wählten 89,5 % auch mit der Erststimme den CDU-Kandidaten. Bei den Grünen wählten 79,9 % der Zweistimmen auch mit der Erststimme die Grünen-Kandidatin, bei der SPD waren es 72,2 % und bei der FDP 47,8 %. 31,6 % der für die FDP abgegebenen Zweitstimmen gingen an den Kandidaten der CDU.

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© Stadt Münster
Stimmensplitting in Münster (anklicken für ganze Ansicht).
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Wahlbeteiligung nach Alter

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Knapp die Hälfte der jungen Wähler:innen im Alter von 18 bis 20 Jahren nutzte ihr Wahlrecht im Wahllokal (47,6 %), während 27,4 % von der Briefwahl Gebrauch machten. Ein Viertel der jungen Wahlberechtigten nutzte das Wahlrecht nicht. Bei den jungen Männern lag der Anteil der Nichtwähler bei 29 %, bei den jungen Frauen bei 21 %. Bei den Wahlberechtigten im Alter von 21 bis 24 Jahren ließ ein Fünftel (20 %) die Chance verstreichen, über die Zusammensetzung des Bundestages mitzubestimmen. Die höchste Wahlbeteiligung erreichte in Münster die Gruppe der Wahlberechtigten ab 70 Jahre. Ihr Anteil lag bei 87 %. Bei den Männern dieser Altersgruppe lag die Wahlbeteiligung sogar bei 89,1 %. Mehr als die Hälfte der Senior:innen nutzte die Briefwahl, um ihre Stimme abzugeben.

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Die repräsentative Wahlstatistik zur Bundestagswahl 2021 betrachtet detailliert die Parteien, die in Münster mehr als 5 % der Zweitstimmen erhielten. Grundlage der repräsentativen Wahlstatistik ist das Wahlstatistikgesetz, das die Wahrung des Wahlgeheimnisses bei der Durchführung und Veröffentlichung der Statistik gewährleistet.

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Alle Ergebnisse der repräsentativen Wahlstatistik sind im Stadtportal zu finden.

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