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Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf und Volker Wittenbreder, der Leiter der Direktion Verkehr, präsentieren die Verkehrsunfallstatistik 2025.
© ANTENNE MÜNSTER
Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf und Volker Wittenbreder, der Leiter der Direktion Verkehr, präsentieren die Verkehrsunfallstatistik 2025.
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Weniger Unfälle in Münster

Im vergangenen Jahr hat es in Münster weniger Verkehrsunfälle gegeben. Das zeigt die heute (11.03.) von der Polizei veröffentlichte Verkehrsunfallstatistik. Alle Infos findet ihr hier.

Veröffentlicht: Mittwoch, 11.03.2026 14:08

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2025 gab es in Münster weniger Verkehrsunfälle. Die Polizei Münster verzeichnete mit knapp 11.000 Unfällen einen Rückgang von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Knapp 1.600 Menschen verletzten sich bei Verkehrsunfällen. Mit einem Rückgang von zehn Prozent erlitten deutlich weniger Menschen schwerwiegende Verletzungen (147). Polizeipräsidentin Alexandra Dorndorf:

Der Rückgang der Gesamtzahlen und die Verbesserung im Bereich der Schwerverletzten sind ein gutes Signal für mehr Sicherheit im Straßenverkehr. Dennoch gilt: Jeder Verkehrsunfall, bei dem Menschen zu Schaden kommen, ist einer zu viel. Deshalb lassen wir mit unserer Arbeit für die Verkehrssicherheit in Münster nicht nach.
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Radverkehr bleibt Hauptursache – mehr verletzte Radfahrer:innen

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Ein Grund für die hohe Zahl von Verunglückten liegt in Münster klassischerweise im Radverkehr. Die Anzahl verunglückter Radfahrer:innen (inklusive Pedelec) lag 2025 mit insgesamt 983 Personen weiter auf sehr hohem Niveau und deutlich über dem Vorjahreswert (+16,5 Prozent). Dabei wurden im Vergleich zum Vorjahr elf Menschen weniger schwer verletzt. Vier Radfahrende starben. Zwei davon erlitten tödliche Verletzungen beim Zusammenstoß mit einem Auto, zwei Personen starben, nachdem sie allein mit dem Rad verunglückt waren. 2025 verunglückten ebenfalls deutlich mehr Verkehrsteilnehmende mit ihrem Pedelec (plus 21 Prozent, 283 Unfälle). 32 Menschen verletzten sich dabei schwer. der Leiter der Direktion Verkehr, Volker Wittenbreder:

Münster zeichnet sich durch eine besondere Verteilung bei der Wahl der Verkehrsmittel aus: Fast die Hälfte der Wege werden in Münster mit dem Rad zurückgelegt und nur rund ein Viertel mit motorisierten Fahrzeugen. Das sind Spitzenwerte für das Fahrrad. Diese Entwicklung spiegelt sich sehr deutlich in den Unfallzahlen wider und wird uns auch zukünftig beschäftigen. Deshalb ist und bleibt die Sicherheit der Radfahrenden der Schwerpunkt unserer präventiven und repressiven Maßnahmen.
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Weniger Auto-Unfälle – mehr E-Scooter-Unfälle

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Der Anteil der statistisch erfassten Verkehrsunfälle mit mindestens einem Auto ging 2025 deutlich auf 3.421 Verkehrsunfälle zurück (minus sechs Prozent). Noch deutlicher ist der Rückgang bei den verletzten Autofahrer:innen um rund 28 Prozent auf 281 (2024: 391). Insbesondere bei der Zielgruppe der jungen Fahranfänger:innen hat es einen Rückgang gegeben. Das sei eine sehr erfreuliche Entwicklung, erläuterte Dorndorf:

Präventionsmaßnahmen der Polizei wie der Crash Kurs für junge Fahrende tragen Früchte. Auch die Weiterentwicklung der Sicherheitseinrichtungen in der Fahrzeugtechnik dürfte ein Grund für die positive Entwicklung sein. Hier haben die Digitalisierung und modernste Kameratechnik Einzug gehalten.

Und Volker Wittenbreder ergänzt:

Der Anteil der Unfälle mit E-Scootern an der Gesamtzahl der Verkehrsunfälle in Münster ist mit unter zwei Prozent noch immer gering. Dennoch verzeichnen wir einen Anstieg. Wir bemerken außerdem: Bei 25 der E-Scooter-Unfälle war Alkohol die Hauptursache. Viele wissen nicht: Es gelten die gleichen Promillegrenzen wie bei einem Auto. Zudem haben wir die Maßnahmen gegen Verstöße von E-Scooter-Fahrenden in 2025 um rund 14 Prozent steigern können.
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Weniger verunglückte junge Erwachsene – leichter Anstieg bei verletzten Senior:innen

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Der Anteil der Verkehrsunfälle unter Beteiligung von jungen Erwachsenen sank 2025 um 6,7 Prozent auf 307. Der Anteil der dabei Verunglückten sank um mehr als 22 Prozent. Ein junger Erwachsener wurde bei einem Verkehrsunfall auf der BAB getötet. Die Anzahl der verletzten Senior:innen stieg an (2025: 59; 2024: 54).

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Weniger schwer verletzte Kinder – mehr leicht verletzte Jugendliche

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Die Zahl der verunglückten Kinder blieb in Münster 2025 im Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich (105 Verletzte, plus 2). Dabei wurden weniger Kinder schwer verletzt. Im Bereich der verunglückten Jugendlichen gab es eine deutliche Zunahme auf 58 Verletzte (2024: 42). Hierbei wurden 2025 wie im Vorjahr fünf Jugendliche schwer verletzt. Im Bereich der jungen Erwachsenen gab es einen Rückgang der erfassten Verkehrsunfälle um sieben Prozent. Die Anzahl der Verunglückten sank um knapp 2,5 Prozent. Wittenbreder:

Kinder und Jugendliche gehören zu den vulnerabelsten Teilnehmern im Straßenverkehr. Sie unterschätzen Gefahren und werden spät wahrgenommen. Durch unterschiedliche Aktionen, wie beispielsweise das Verteilen von Kinderwarnwesten an Erstklässler im Rahmen der Ordnungspartnerschaft ‚Sicher durch Münster‘ machen wir diese Zielgruppe sichtbarer. Mit unserer Verkehrspuppenbühne bereiten wir Kinder im Vorschulalter auf die sichere Teilnahme am Straßenverkehr vor.
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Auf Bundesautobahnen (BAB): Leichter Anstieg bei den Unfällen

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Die Zahl der Verkehrsunfälle auf den BAB im Zuständigkeitsbereich der Polizei Münster stieg 2025 leicht an (2025: 4.700, 2024: 4.576). Dafür sank der Anteil der Unfälle, bei denen mindestens eine Person verletzt wurde, um circa 10 Prozent. Bei insgesamt 464 Verkehrsunfällen mit Personenschäden wurden im vergangenen Jahr 775 Personen verletzt (2024: 874). Vor allem im Bereich der leicht und tödlich verletzten Personen zeigt sich dieser Rückgang. Im Vergleich zu 2024 starben mit fünf Verkehrstoten 2025 zwei Menschen weniger.

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Weniger Verkehrsunfälle unter Beteiligung von Lkw auf Autobahnen

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Die Anzahl der statistisch erfassten Verkehrsunfälle, bei denen mindestens ein Lkw beteiligt war, sank im Verhältnis zu 2024 um gut drei Prozent auf 472 Verkehrsunfälle (2024: 488). Bei 122 solcher Verkehrsunfälle kamen Personen zu Schaden. 

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