
Weniger Busse und längere Wartezeiten
Weil Personal fehlt, fahren die meisten Buslinien in Münster seit diesem Wochenende (Start des Winterfahrplans) nur noch jede halbe Stunde anstatt alle 20 Minuten.
Veröffentlicht: Samstag, 30.09.2023 06:01
Der 30-Minuten-Takt gilt seit Samstag (30.09.) für die Linien 1, 2, 6, 8, 9, 10, 14, 15, 16 und 17. Für die Mehrheit der Fahrgäste, die die Haltestellen an einer Hauptverkehrsachse nutzen, die von zwei Linien bedient wird, kommt somit alle 15 Minuten ein Bus, statt wie bisher alle 10 Minuten. Wo eine Linie fährt, kommen dann statt drei Busse in der Stunde nur noch zwei.
Ausnahmen
Von dieser Regelung ausgenommen sind die Linien 4, 5 und 11. Sie fahren weiterhin alle 20 Minuten. Bei der Linie 4, die weiterhin mit Solobussen gefahren wird, liegt das an den wechselnden Linienwegen im Norden. Die Linien 5 und 11 gehören zu den am stärksten nachgefragten Bussen, überlagern sich aber nicht mit weiteren Linien. Auf den Linien 2 und 14 sollen nach Möglichkeit Gelenkbusse unterwegs sein. Weiterhin sind die Schulfahrten nach den Herbstferien ohne Kürzungen sichergestellt.
Busverkehr in der Nacht
Der Wechsel ins Nachtnetz wird um eine Stunde auf 20 Uhr vorgezogen. Bis 23 Uhr fahren die Linien N80 bis N85 alle 30 Minuten, weitere Fahrten finden um 0 und 1 Uhr (Abfahrt Hauptbahnhof). Wie bisher beginn gegen 2 Uhr die Betriebspause.
Alle Änderungen finden sich in der elektronischen Fahrplanauskunft unter www.stadtwerke-muenster.de sowie in der münster:app und Movis.
Fachkräftemangel
Grund für die notwenigen Änderungen sei laut Stadtwerke der Fachkräftemangel: Aktuell würden Busfahrer:innen der Stadtwerke immer wieder auf freie Tage verzichten, um Lücken im Dienstplan zu füllen. Zudem könnten insbesondere zwei der acht mittelständischen Partnerunternehmen ihre vertraglichen Leistungen nicht erfüllen und würden täglich Fahrten auf den Stadtbuslinien ausfallen lassen. Daher haben die Stadtwerke entschieden, temporär einen Fahrplan einzuführen, der mit dem vorhandenen Personal zuverlässig angeboten werden kann. Das bedeutet: es fahren weniger Busse, diese sollen aber zuverlässig und ohne personalbedingte Ausfälle unterwegs sein. Ausgehend von diesem „Neustart“ bauen die Stadtwerke das Angebot Schritt für Schritt wieder auf. Die Stadtwerke setzen darauf, neue Busfahrer:innen für sich zu gewinnen. Alle Fahrer:innen, die derzeit in Ausbildung sind, sollen von den Stadtwerken so schnell wie möglich im Linienverkehr eingesetzt werden, um die reduziert fahrenden Linien wieder in den gewohnten 20-Minuten-Takt zu bringen.

