
Weltweiter Klimaprotest "Fridays for Future"
Am Freitag (15.03.) haben bis zu 2.500 Schüler und Studenten in Münster für den Klimaschutz gestreikt. Damit haben sie sich am weltweiten Klimaprotest beteiligt: In mehr als 1.650 Städten sind junge Menschen auf die Straße gegangen. In Deutschland hat es fast 200 Kundgebungen gegeben.
Veröffentlicht: Freitag, 15.03.2019 15:00
Demos auf der ganzen Welt
Seit Januar gibt es in Münster die "Fridays for Future"-Proteste in Münster - entweder als Großdemo oder als Mahnwache. An diesem Freitag haben Schülerinnen und Schüler parallel auf der ganzen Welt demonstriert. Es war der größte internationale Schulstreiks fürs Klima. Kundgebungen gab es von Neuseeland bis Alaska.
Unterstützung durch Eltern
In rund 60 deutschen Städten, so jetzt auch in Münster, haben sich mittlerweile Eltern zu einer Initiative "Parents for Future" zusammengeschlossen. Viele Eltern haben am Freitag (15.03.) in Münster mitdemonstriert. Und sie haben eine "Münsteraner Erklärung zur Unterstützung der Klimastreik-Initiative Fridays for future" veröffentlicht. Darin rufen die Eltern zu einer breiteren Unterstützung der Klimademos aus den Reihen der Erwachsenen auf. Fast 200 Eltern in Münster haben die Erklärung schon unterschrieben. In Briefen wenden sich die Eltern auch an die Schulen und fordern Verständnis für die Klimastreiks ihrer Kinder.
Scientists for Future
Die jungen Leute, die jeden Freitag für das Klima auf die Straße gehen, bekommen mittlerweile auch Unterstützung von mehr als 12.000 Wissenschaftlern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz. Sie alle haben eine Petition unterschrieben und sagen damit: Die junge Generation hat Recht. Die Maßnahmen zum Klima-, Arten-, Wald-, Meeres- und Bodenschutz reichen bei weitem nicht aus. Es muss jetzt gehandelt werden.
Politik macht Ärger
Das Fernbleiben vom Unterricht stößt allerdings auf Unverständnis bei der Politik, unter anderem bei NRW-Schulministerin Yvonne Gebauer. Sie warnt alle Schüler in Nordrhein-Westfalen vor empfindlichen Strafen. Die Bezirksregierung Münster als Schulbehörde weist darauf hin, dass die Entscheidung bei den Schulleitungen liege. Es ist zum Beispiel möglich, dass Lehrer Schüler im Rahmen einer Exkursion zu der Demo begleiten können.




