Weitere Fahrradstraßen werden umgebaut

Vom kommenden Montag (13.07.) an baut das Amt für Mobilität und Tiefbau der Stadt Münster weitere Fahrradstraßen nach niederländischem Vorbild um.

© Stadt Münster

Den Anfang machen die Annette-Allee und die Hittorfstraße. Deren Fahrbahnen erhalten jeweils per Roll-Plastik-Verfahren eine rote Farbe, so wie auf dem Foto die Goldstraße.

Weiter geht es voraussichtlich am 8. August mit der Straße Kirschgarten und der Dingstiege. Diese Straßen werden als Teil der Veloroute nach Telgte neu als Fahrradstraßen ausgewiesen und mit einem sogenannten Heißasphalt versehen. Mithilfe der Roteinfärbung sollen die Fahrradstraßen in ihrer Funktion deutlicher wahrnehmbar sein und den Autofahrenden zeigt: "Hier sind Sie zu Gast."

Die Stadt Münster wirbt für eine ausgeweitete und aufgewertete Fahrradinfrastruktur.© Stadt Münster
Die Stadt Münster wirbt für eine ausgeweitete und aufgewertete Fahrradinfrastruktur.
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Förderung der Fahrradmobilität

Die Fahrradstraßen in ihrer neuen Gestaltung sind ein zentrales Element zur Förderung der Fahrradmobilität in Münster und Umgebung. Der Rat der Stadt Münster hatte im vergangenen Jahr beschlossen, alle Fahrradstraßen entsprechend einheitlicher Qualitätsstandards umzugestalten (Rotmarkierung, Bevorrechtigung, mindestens 4 Meter breite Fahrgasse). Die bisher nicht immer deutlich wahrnehmbaren Fahrradstraßen führen immer wieder zu unterschiedlichen "Interpretationen" der geltenden Regeln.

Häufig bewirken beidseitig parkende Autos, dass die Fahrgasse zu schmal für eine attraktive Fahrrad-Achse ist. Dies ist etwa in der Hittorfstraße der Fall. Um einen sicheren und komfortablen Begegnungsverkehr zu ermöglichen, wird im Abschnitt von der Hüfferstraße bis zur Kurve (Hausnummer 44) das Kfz-Parken im öffentlichen Raum künftig nur auf der östlichen Straßenseite möglich sein. Damit sich die Anwohnenden auf die neue Situation einstellen und möglicherweise alternative Stellplätze auf privatem Grund suchen können, werden die Halteverbote erst ab dem 1. Oktober eingeführt und kontrolliert.

Da im Kirschgarten die vorhandene Fahrbahn noch deutlich schmaler ist, gelten hier ab September beidseitige Parkverbote.

Nachhaltige Mobilität auf begrenzter Fläche

Hintergrund sind die Bestrebungen der Stadt Münster, Verkehr und Mobilität künftig nachhaltiger und verträglicher zu gestalten. In Münster werden auch aus diesem Grund insgesamt 14 Velorouten und qualitätsvolle Fahrradstraßen geplant. Die attraktivere, deutlich aufgewertete Fahrradinfrastruktur soll eine durchgängig komfortable, zügige Alternative zur Kfz-Nutzung bieten und so die Lebens- und Aufenthaltsqualität in der Stadt weiter steigern.

Um den Radverkehr als einen Baustein der Mobilitätswende und des Klimaschutzes in Münster zu fördern ist es nötig, die knappe zur Verfügung stehende öffentliche Fläche neu aufzuteilen. Die Münsteraner Bevölkerung sowie Pendler aus dem Umland sollen so unterstützt werden, auch ohne eigenes Fahrzeug mobil zu sein. Gleichzeitig handelt es sich um ein "Anti-Stau-Programm": Wenn viele Menschen alternative Verkehrsmittel nutzen, verbessert sich auch die Situation für die Menschen, die zwingend auf ein eigenes Auto angewiesen sind.

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