Wanderwegprojekt Lyrikweg

Die Kulturlandschaft in Deutschland wird in diesem Jahr um ein einzigartiges Projekt erweitert: das Wanderwegprojekt Droste-Landschaft : Lyrikweg der Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung und Burg Hülshoff - Center for Literature, präsentiert von Antenne Münster. Der Lyrikweg ist ein Museum in der Landschaft, das Literatur, Naturkunde und Alltagskultur ausstellt und erlebbar macht.

© Sabrina Richmann

Droste-Landschaft : Lyrikweg ist ein deutschlandweit einzigartiges Wanderwegprojekt, das Natur und Kunst zusammenbringt. Die Dichterin Annette von Droste-Hülshoff (1797 - 1848) wanderte, seit sie Burg Hülshoff verließ und im nahen Rüschhaus lebte und schrieb, immer wieder zwischen diesen beiden Orten hin und her. Zwischen diesen historischen Baudenkmälern realisiert die Annette von Droste zu Hülshoff-Stiftung mit Fördermitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und in Zusammenarbeit mit Dr. Jochen Grywatsch für die Droste-Forschungsstelle der LWL-Literaturkommission für Westfalen jetzt wieder eine Verbindung. Dazu sagt die Vorstandsvorsitzende der Stiftung, Dr. Barbara Rüschoff-Parzinger:

Nach vielen Jahren der Entwicklung können wir endlich dieses einzigartige Projekt eröffnen. Es richtet sich an Menschen aller Generationen und bietet die Chance, Natur und Literatur gemeinsam zu erfahren – ganz im Geist der Poetin Annette von Droste-Hülshoff.

Das Konzept

Der Lyrikweg erschafft eine künstlerische Verbindung zwischen den beiden Lebensorten von Annette von Droste-Hülshoff, den historischen Baudenkmälern Burg Hülshoff und Haus Rüschhaus. Damit ergänzt es die an diesen beiden Orten befindlichen Museen durch eine Outdoor-Ausstellung. Auf den Spuren der Droste auf insgesamt ca. sieben Kilometern, als Wander-, Rad- oder Spazierroute, erlebt das Publikum durch mediale Kunststationen und Textpassagen, durch digitale und analoge Kunstwerke in der Landschaft, wie das Leben und die Landschaft im 19. Jahrhundert aussahen, wie sie heute aussehen - und wie sie in Zukunft aussehen könnten.

Neben dem unmittelbaren Erleben von Kunst in der Natur können auch abseitige, unwegsame oder längst in der Geschichte versunkene Wegeabschnitte erreicht werden. In einer Lyrikweg-App legt sich eine zweite, digitale Landschaft über die analoge, in der wir stehen und gehen.

Hier bekommt ihr weitere Infos zum Projekt.