
Vorsichtige Hoffnung auf Ende des Tunnels?
Nur drei Neuinfektionen innerhalb der letzten 24 Stunden, nur noch rund 200 aktuell infizierte Patienten in Münster. Zahlen von gestern, die uns allen Hoffnung machen.
Ist schon Licht am Ende des Tunnels zu sehen? Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im ANTENNE MÜNSTER-Interview.
Veröffentlicht: Donnerstag, 09.04.2020 05:20
Die jüngsten Zahlen lassen hoffen - doch leider sind gestern auch zwei vergleichsweise jüngere Menschen verstorben (49, mit Vorerkrankung), 62 (ohne Vorerkrankung). Deshalb warnt Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe im ANTENNE MÜNSTER-Interview eindringlich davor, das Virus zu verharmlosen: "Diese Krankheit kann alle treffen - das ist kein Grund, jetzt hysterisch zu werden, warnt aber eben alle." Ihm tue es wahnsinnig leid, dass diese zwei Menschen verstorben seien.
Immer mehr Corona-Genesene
Es gibt inzwischen aber auch 386 Genesene. Eine endgültige Entwarnung bedeutet das aber nicht, so Lewe. Die Zahlen spiegelten das disziplinierte Verhalten der Bürgerinnen und Bürger der vergangenen Tage und Wochen wieder. Lewes Appell: Vor allem müssen wir bis nach Ostern weiter durchhalten, nur im engsten Familienkreis feiern. Und wenn raus, dann vielleicht nicht unbedingt zum Aasee oder an die Promenade - sondern weiter hinaus in die (unberührtere) Natur.
Und nach Ostern?
"Je intensiver wir uns an diese Regelungen halten, desto eher wird dieser Shutdown auch beendet sein", äußert sich Lewe im ANTENNE MÜNSTER-Interview. Wie es nach Ostern weitergehe, werde aber vor allem auch von Bund und Land entschieden. Es sei aber denkbar, dass nach Ostern die Regeln nach und nach gelockert werden - und es so schrittweise eine Rückkehr zur Normalität geben kann. Wichtig sei weiterhin, eine Überlastung des Gesundheitssystems zu vermeiden.