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Verkehrsunfallstatistik 2021: Insgesamt mehr Unfälle in der Innenstadt
© ANTENNE MÜNSTER
Polizeipräsident Falk Schnabel (Mitte) und Leiterin der Direktion Verkehr Katrin Goldschmidt (Rechts) stellen die Verkehrsunfallstatistik 2021 vor.
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Verkehrsunfallstatistik 2021: Insgesamt mehr Unfälle in der Innenstadt

Mehr Verkehrsunfälle im Stadtgebiet, viele Unfälle mit Kindern und Jugendlichen und vermehrt Probleme mit E-Scootern und Pedelecs: So lauten die zentralen Aussagen der Verkehrsunfallstatistik der Polizei Münster für das vergangene Jahr.

Veröffentlicht: Montag, 14.03.2022 12:30

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Die Gesamtanzahl der Verkehrsunfälle in unserer Stadt ist im letzten Jahr leicht gestiegen. Nach den stark gesunkenen Unfallzahlen von 2019 (11.515) auf 2020 (9.767) stiegen diese im Jahr 2021 um rund sechs Prozent auf 10.376. Eine Entwicklung, die angesichts des stark eingeschränkten Verkehrs während des Lockdowns im Frühjahr 2020 zu erwarten war, erklärt Polizeipräsident Falk Schnabel im ANTENNE MÜNSTER-Interview:

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Polizeipräsident Falk Schnabel über steigende Unfallzahlen
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Unfälle mit Kindern und Jugendlichen

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Etwas anders sieht es in der Gruppe der Kinder und Jugendlichen aus: Hier sind die Unfallzahlen deutlich gestiegen (Kinder bis 14J.: +23%; ab 14J.: +35%). Mit ein Grund dafür: Wegen der pandemiebedingten Kontaktbeschränkungen konnte weit weniger polizeiliche Verkehrssicherheitsarbeit an Schulen und Kindegärten geleistet werden:

"Ich hoffe, dass sich das in diesem Jahr ändert. Außerdem werden wir die Aufklärungsarbeit verstärken und Schwerpunktkontrollen durchführen. Ich bitte aber auch die Erziehungsberechtigten, die Kinder und Jugendlichen gezielt auf die Gefahren des Straßenverkehrs vorzubereiten", so Falk Schnabel.

Außerdem stellt er klar:

"Dass Verkehrsunfälle mit Minderjährigen zugenommen haben, erfüllt mich mit Sorge. Auch wenn nicht jeder Unfall mit einer körperlichen Verletzung verbunden ist, sind alle aufgefordert, noch mehr auf die jüngsten Verkehrsteilnehmer achtzugeben."
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Verkehrsunfälle mit Radfahrer:innen

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Die Verkehrsunfälle mit Radfahrer:innen sind wie die Gesamtzahlen ebenfalls leicht gestiegen (2021: 888), die Zahl der Verletzten blieb hingegen annähernd gleich (2021: 748). Und das auch trotz der stark gestiegenen Anzahl von Pedelec-Fahrer:innen. Diese hätten keine negativen Einflüsse auf die Gesamtzahl der Verunglückten gehabt, erläuterte Katrin Goldschmidt. Zwar ist die Zahl der verunglückten, also verletzten Pedelec-Fahrenden von 115 auf 166 gestiegen, zeitgleich stieg aber auch die Zahl der Pedelecs im Straßenverkehr sprunghaft an.

Gerade Renter:innen nutzen vermehrt Pedelecs, in dieser Gruppe hat sich der Rückgang von verletzten Personen aber auch in diesem Jahr weiter fortgesetzt. Goldschmidt erklärt, dass die Direktion Verkehr gerade in dieser Hinsicht viel Aufklärungsarbeit geleistet habe:

"Mit der Kampagne 'Sicher auf Münsters Wegen' haben wir gemeinsam mit der Ordnungspartnerschaft 'Sicher durch Münster' im vergangenen Jahr den Trend zum Umstieg aufs Pedelec in dieser Altersgruppe thematisch aufgenommen. Wir haben viel Aufklärungsarbeit geleistet, um gerade ältere Menschen mit allen Gegebenheiten rund um das neue Gefährt vertraut zu machen. Diese Angebote zeigen Wirkung."
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Unfälle mit E-Scootern sprunghaft zugenommen

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Anders wiederum ist die Situation bei E-Scootern, deren Nutzung ebenfalls sprunghaft zugenommen hat. Hier hat sich die Unfallzahl fast vervierfacht. Im Jahr 2020 registrierte die Polizei noch 22 Unfälle mit 19 Verletzten, im Jahr 2021 waren es 82 Unfälle mit 58 Verletzten.

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Polizeipräsident Falk Schnabel über die E-Scooter-Nutzung
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Drei Verkehrstote in Münsters Innenstadt

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Im Stadtgebiet von Münster sind 2021 drei Menschen bei Verkehrsunfällen gestorben. Ein 23 Jahre alter Fahrradfahrer war im Juni auf der Kanalbrücke Wolbecker Straße von einem Auto erfasst worden und verstarb. Ein 58 Jahre alter Kradfahrer geriet im Oktober aus ungeklärter Ursache auf der Tilbecker Straße in den Gegenverkehr, kollidierte mit einem Van und erlag seinen Verletzungen. Im November kam ein 67 Jahre alter Pkw-Fahrer auf dem Dingbänger Weg nach einem medizinischem Notfall von der Fahrbahn ab und prallte gegen eine Mauer.

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Intensivierung der Verkehrsunfallprävention

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Die Nutzung neuer Fortbewegungsmittel wie E-Scooter und Pedelecs und die Umgestaltung des Verkehrsraums sind Teil der Verkehrswende in Münster. Falk Schnabel erklärt, dass diese Entwicklung auch einen Einfluss auf die Verkehrssicherheitsarbeit der Polizei hat:

"Mit einem neuen Behördenziel werden diese Veränderungen in die strategischen Überlegungen der Polizei Münster einbezogen und unsere Maßnahmen darauf abgestimmt."

Die nächste gemeinsame Aktion mit den Partnern der Ordnungspartnerschaft "Sicher durch Münster" wird der Verkehrssicherheitstag am 26. März sein: Im Rahmen einer Ralley gibt es verschiedene Stationen in der Stadt zu örtlichen Themen der Verkehrssicherheit. Teilnehmen kann die ganze Familie. An jeder Station gibt es etwas dazuzulernen und zum Abschluss einen Stempel, der zur Teilnahme an einem Gewinnspiel berechtigt.

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Die gesamte Unfallstatistik wird hier zum Download angeboten.

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