Verkehrsexpertentag

In der Deutschen Hochschule der Polizei in Münster-Hiltrup fand gestern der Verkehrsexpertentag statt. Ein großes Thema war das autonome Fahren.

Kritische Stimmen

Viele Experten äußerten sich kritisch zu dem Thema autonomes Fahren. Viele zweifeln daran, dass der Verkehr durch Automatisierung und Digitalisierung sicherer wird. "Es wird andere Unfälle geben", sagt Christine Sutter von der Deutschen Hochschule der Polizei und deutet dabei auf neue Risiken hin, die durch Assistenzsysteme entstehen würden. Münsters Polizeipräsident Hajo Kuhlisch plädiert stattdessen für andere Lösungen. Er fordert Tempo 130 und Lkw-Überholverbote auf Autobahnen. Peter Schlanstein von der Fachhochschule begrüßt eine Anpassung der Geschwindigkeiten von Pkw und Lkw auf Landstraßen auf 80 km/h.

Hintergründe zum Verkehrsexpertentag 2019

Beim Deutschen Verkehrsexpertentag 2019 werden wesentliche Erfolgsfaktoren der Verkehrssicherheitsarbeit zur Vermeidung von schweren Verkehrsunfällen vorgestellt und Wege zur Hilfe und zu neuen Verhaltensperspektiven für Opfer von Unfällen im Straßenverkehr aufgezeigt. Der Verkehrsexpertentag wurde in diesem Jahr von der FHöV NRW in Kooperation mit dem Dachverband Verkehrsunfall-Opferhilfe Deutschland e.V. (VOD) ausgerichtet. Schirmherr ist der NRW-Innenminister Herbert Reul.

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