
Verhaltener Start auch in Münster – Geschäfte haben Angst vor neuem Shutdown
Nach der Wiedereröffnung vieler Geschäfte in Münster haben in der vergangenen Woche vergleichsweise wenige Menschen eingekauft. Diese Bilanz zieht jetzt der Handelsverband Münster.
Veröffentlicht: Sonntag, 26.04.2020 10:00
Die Kundenfrequenz war wesentlich schlechter als zu normalen Zeiten, resümiert der Handelsverband in Münster. Das gehe aus der Abfrage in vielen Geschäften hervor, teilt Geschäftsführerin Karin Eksen mit. Von einem entspannten, fröhlichen Bummel-und Shoppingerlebnis war das Einkaufsverhalten weit entfernt, so Eksen. Dafür fehle auch das Ambiente von Straßencafés und Restaurants.
Was wurde vor allem eingekauft?
Viele Kunden hätten zunächst ihren Nachholbedarf gedeckt. Gefragt seien Sommerkleidung oder Schuhe für Kinder. Nachfrage gab es auch nach Matratzen, Sommerbetten und neuer Bettwäsche. Auch Tücher, momentan auch als Mundnasen-Bedeckung geeignet – landeten in vielen Einkaufstaschen.
Fitnessgeräte und Sportkleidung sollen offenbar ebenso wie Spiele und Bücher zur sinnvollen Beschäftigung in der Corona-Zeit beitragen. Auch Fahrräder seien derzeit gefragt. In den Möbelhäusern wurden Küchen und Gartenmöbel gekauft.
Größte Sorge - ein neuer Shutdown
Bemängelt wurde zum Teil, dass manche Kunden sich sehr gleichgültig verhielten. Viele andere hätten aber auch Verständnis, wenn es Wartezeiten gab. Die größte Sorge der Händler ist es laut Geschäftsführerin Eksen, dass es noch einmal einen Shutdown geben könnte.