
Verbrecherjagd im Internet: CrimeBoy kann mit Ermittlungen beginnnen
Ein neuer Fall für Münsters Spürnasen: Nach Wilsberg und Thiel soll in Zukunft auch der "CrimeBoy" Kriminalfälle lösen, die die Domstadt in Atem halten. Der Filmemacher Simon Jöcker aus Münster hat mit seiner Crowdfunding-Kampagne jetzt die Finanzierung der Pilotfolge gesichert.
Veröffentlicht: Dienstag, 04.02.2020 10:52
Jöckers Idee: Eine regionale Krimi-Webserie für den Internet-Kanal "YouTube". Der Filmservice Münster.Land des städtischen Presseamtes unterstützt ihn dabei. "CrimeBoy" soll ein junges Format mit jugendlicher Bildsprache werden, in der Live-Streams, Vlogs und Chatverläufe zum Stilmittel gehören. "CrimeBoy" spielt in der Gaming-Szene und im Studentenmilieu. Darüber hinaus werden die einzelnen Stories zwischen den Veröffentlichungen der Videoclips auf einem fiktionalen Instagram-Kanal weitergeführt. So erscheint auch zwischendurch mal eine Instagram-Story mit einem Hinweis zur Lösung des Falls auf dem Handy.
Die Story
Die Geschichte kurz zusammengefasst: Ein erfolgloser Gaming-Blogger löst einen Kriminalfall, dokumentiert seine Recherchen dazu in seinem Live-Stream und wird darüber unverhofft doch noch zum Influencer. Mit diesem neuen Genre des "Crimefluencers" löst er in den folgenden Episoden weitere Fälle und macht auch eine persönliche Entwicklung vom unproduktiven Nerd zum erfolgreichen Game Changer durch. Bei der Webserie steht neben den Kriminalgeschichten der Regionalfaktor stark im Vordergrund. Während Fernsehsendungen größtenteils in Köln gedreht werden, soll hier Münster viel stärker mit eingebunden werden. So spielt die erste Folge zum Beispiel rund um die Lambertikirche mit ihrer Türmerin und dem Nachtwächter auf dem Prinzipalmarkt.
CrimeBoy soll eine regionale Krimi-Webserie in Münster auf YouTube werden. Frisch, modern und in jugendlicher Bildsprache zwischen Gaming-Szene und Studentenmilieu.
Suche nach dem Hauptdarsteller
Was Simon Jöcker im Moment noch etwas Kopfzerbrechen bereitet, ist die Finanzierung der Web-Serie: "CrimeBoy" ist ein Non-Profit-Projekt, das in keinen der bestehenden Fördertöpfe passt und deshalb über Crowdfunding finanziert werden soll. Zuerst will Jöcker eine Pilotfolge drehen. Wenn das Format gut ankommt, möchte er mit Hilfe von Sponsoren oder Partnern weitere Folgen einer achtteiligen Staffel verwirklichen. Da das Format besonders heimatnah sein soll, sucht die Produktion nun nach einem männlichen Hautdarsteller aus dem Münsterland (Spielalter 18 bis 25). Es wäre schön, wenn der Bewerber Schauspielerfahrung hätte, so Jöcker. Showreels oder Bewerbungsvideos könnten auf casting@crimeboy.de eingereicht werden.
Finanzierung durch Crowdfunding
Um die Umsetzung der Pilotfolge zu finanzieren, hatte Jöcker ein Crowdfunding eingerichtet. Dabei sind innerhalb von vier Wochen jetzt 6.000 Euro für den Pilotfilm zusammen gekommen.
Filmemacher Simon Jöcker hat Filmregie in Hollywood studiert, arbeitete als Fernsehredakteur und Autor bei der ARD und hat sich danach als Videoproduzent für Social-Media-Filme in Münster selbstständig gemacht. Neben seinen beruflichen Tätigkeiten produziert er auch in seiner Freizeit regelmäßig Webvideos für und über Münster.
Simon Jöcker hat uns vor seiner Crowdfunding-Aktion in der Redaktion besucht und mit ANTENNE MÜNSTER-Reporterin Charlotte Scheurle über "CrimeBoy" gesprochen. Das ganze Interview gibt es hier:
