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Der Prozess um den Missbrauchskomplex "Kinderhaus" endet am 6. Juli mit den Urteilssprüchen. Das gab das Landgericht nach den letzten Worten der fünf Angeklagten am Dienstag (29.06.) bekannt. 

Veröffentlicht: Dienstag, 29.06.2021 09:00

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Einen Antrag auf Ausschluss der Öffentlichkeit während der Urteilsbegründung lehnte die Strafkammer ab. Nach Angaben eines Sprechers schlossen sich drei der fünf Angeklagten in ihren letzten Worten den Ausführungen ihrer Verteidiger an. Zwei äußerten zusätzlich ihr Bedauern zu den vorgeworfenen Taten.

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Nach über 50 Verhandlungstagen endet damit Anfang Juli der Hauptprozess im Missbrauchskomplex "Kinderhaus". Angeklagt sind vier Männer und eine Frau. Darunter ein heute 28-jähriger IT-Fachmann, der als Haupttäter gilt. Er soll seinen inzwischen elf Jahre alten Ziehsohn immer wieder schwer sexuell missbraucht, vergewaltigt und anderen Männern zugeführt haben. Die Mutter des 28-Jährigen soll von dem Missbrauch gewusst haben. Ihr wird Beihilfe vorgeworfen, sie soll nach dem Willen der Anklage für sechs Jahre in Haft.

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Die Staatsanwaltschaft hatte in ihren Plädoyers Haftstrafen zwischen 14 und 10 Jahren für die angeklagten Männer aus Münster, Hannover (36), Schorfheide in Brandenburg (43) und dem hessischen Staufenberg (31) gefordert. Anschließend sollen sie wegen Wiederholungsgefahr in Sicherungsverwahrung.

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Der Missbrauchskomplex "Kinderhaus"

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Der Fall kam im Juni 2020 nach Ermittlungen in einer Gartenlaube ans Licht. Im Zuge dessen hatte es in mehreren Bundesländern und im Ausland Festnahmen gegeben. In dem Komplex wurden bereits fünf Männer zu Freiheitsstrafen verurteilt. Insgesamt wurden durch die Ermittler mehr als 50 Tatverdächtige identifiziert, von denen derzeit etwa 30 in U-Haft sitzen.

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© Polizei Münster
Bei einer Durchsuchung der Gartenlaube fanden die Ermittler in einem klimatisierten Serverraum unter anderem einen Schrank mit sieben Servereinheiten; auf einem Teil davon soll ein Speichervolumen von 160 Terabyte vorhanden sein.
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