Umweltminister zu Umgang mit Wölfen
Bei der Umweltministerkonferenz ist über den Wolf diskutiert worden. Wölfe sollen künftig unter Umständen schneller abgeschossen werden dürfen.
Veröffentlicht: Freitag, 01.12.2023 13:00
Der Vorschlag von Bundesumweltministerin Steffi Lemke soll Anfang kommenden Jahres von den Ländern umgesetzt werden. Die Länder sollen Gebiete festlegen, in denen es vermehrt zu Wolfsrissen gekommen ist. Wenn ein Wolf in dem Gebiet zum Beispiel ein Schaf gerissen hat, soll es schneller und unbürokratischer gehandelt werden können. Konkret heißt das: Wenn ein Wolf durch einen Schutzzaun gekommen ist und ein Nutztier getötet hat, dürfen drei Wochen lang Wölfe im Umkreis von 1.000 Metern geschossen werden. Ein DNA-Nachweis ist nicht nötig.
Kundgebung von Landwirt:innen
Die im Rahmen der Konferenz behandelten Themen aus den Bereichen Umwelt- und Naturschutz haben unmittelbare Auswirkungen auf die Landwirtschaft, teilt der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband mit. Am Rande der Konferenz kamen Vertreter:innen des Westfälisch-Lippischen Landwirtschaftsverbandes, des Deutschen Bauernverbandes, des Rheinischen Landwirtschaftsverbandes, von Land Schafft Verbindung und dem Schafzuchtverband NRW sowie der Landesverband der Pferdesportvereine in NRW mit NRW-Umweltminister Oliver Krischer zusammen und übergaben ihm eine gemeinsame Resolution mit Forderungen.
Themen der Umweltministerkonferenz
Ein Schwerpunkt bei der Konferenz war der Umgang mit den Wölfen. Die Wölfe hatten in letzter Zeit immer wieder Tiere in Schafherden gerissen. Aber auch der Umgang mit Wetterextremen und Fragen von Recycling und Abfall standen auf der Tagesordnung. Und auch mit europäischen Themen wie dem Grünen EU-Deal zum Klimaschutz beschäftigten sich die Umweltminister:innen auf der Konferenz.
Kundgebung vor dem Mövenpick Hotel
Vor dem Hotel Mövenpick machten Landwirt:innen aus der Region auf ihre Anliegen in der Umweltpolitik aufmerksam. Der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband kündigte für gestern (30.11.) 12:00 Uhr eine Kundgebung an, ebenso die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) NRW. Außerdem übergab eine Gruppe von Weidetierhalter:innen ein Papier an Vertreter:innen der Umweltministerkonferenz.
Eintrag ins goldene Buch
Gestern Abend (30.11., 18:00 Uhr) hat Münsters Oberbürgermeister Markus Lewe die Konferenzteilnehmer:innen zu einem Empfang in den Friedenssaal des Rathauses eingeladen. Dort durften sich alle in das goldene Buch der Stadt eintragen.