UKM: Gutachten des Wissenschaftsrates

Die münstersche Universitätsmedizin verfügt über „eine sehr gute, teilweise exzellente Forschung und eine innovative Lehre“. Das zeigt ein aktuelles Gutachen des Wissenschaftsrates des Landes.

UKM Münster
© UKM

Positives Gesamturteil

Bestnoten für das UKM gibt es zum Beispiel für die Ausbildung der künftigen Ärzte. „Die Lehre in der Humanmedizin wird insgesamt als sehr gut und in einzelnen Aspekten als exzellent bewertet“, lautet die WR-Einschätzung zu diesem Feld.

Die Münstersche Universitätsmedizin ist insgesamt sehr zufrieden mit Gutachten des Wissenschaftsrates. „Wir freuen uns über eine in der Summe sehr positive Bewertung“, sagt der Dekan der Medizinischen Fakultät Sven Meuth.

Kritik

Dennoch gibt es aber auch etwas Kritik. Unter anderem wird bemängelt, dass die Frauenquote in der Professorenschaft bei nur 17% liegt. Hauptkritikpunkt ist jedoch ein anderer: "Die wirtschaftliche Situation des UKM muss dringend verbessert werden“, schreiben die Experten des Wissenschaftsrates – und bestätigen damit die Argumentation des Kaufmännischen Direktors in Richtung der Infrastruktur am Standort. Obgleich sich die münstersche Uniklinik mit ihren rund 1.400 Betten und zuletzt rund 500.000 stationären sowie ambulanten Fällen einer hohen Beliebtheit bei den Patienten erfreut, gibt es baulich erheblichen Nachholbedarf: „Etwa 90 % der Patientenzimmer des UKM befinden sich auf dem infrastrukturellen Stand von 1982 oder älter“, bringt das Gutachten beispielsweise für den Bereich Krankenversorgung auf den Punkt.

Andere wirtschaftliche und Wettbewerbsnachteile sind systemischen Gründen geschuldet; so kann eine Universitätsmedizin nicht auf ihre Hochschulambulanzen verzichten, die der WR – wenig überraschend - auch in Münster als „stark defizitär“ bewertet. Einige Verbesserungen bei den Rahmenbedingungen seien aber schon in Sicht. In Kürze ist Baubeginn für zwei Großvorhaben, das BBIM und das MedForCe.

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