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Top-Quote für Advents-"Tatort" aus Münster
© ARD/Martin Valentin Menke
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Top-Quote für Advents-"Tatort" aus Münster

Mit im Schnitt 12,66 Millionen Zuschauern hat der Münster-"Tatort" mit dem Titel "Väterchen Frost" am vierten Advent (22.12.) eine der besten Einschaltquoten des Jahres eingefahren.

Veröffentlicht: Montag, 23.12.2019 10:00

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Es war der dritte Sonntagskrimi 2019 für das mit Abstand beliebteste "Tatort"-Team Thiel und Boerne, gespielt von Axel Prahl und Jan Josef Liefers. Im Jahr 2018 hatte es nur einen Münster-Fall des WDR gegeben, in diesem Jahr dafür drei, also neben den Fällen im Frühjahr und Herbst noch einen in der Weihnachtszeit. Während der Fall "Lakritz" Anfang November auch in etwa 13 Millionen Zuschauer hatte, kam der Film "Spieglein, Spieglein" im März sogar auf 14,06 Millionen Zuschauer.

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Nadesha hört auf

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Thiel und Boerne werden demnächst nach mehr als 17 Jahren ohne Kollegin Nadeshda Krusenstern auskommen müssen. "Ja, Friederike Kempter wird aus dem Münster-"Tatort" aussteigen", teilt der WDR am Montag (23.12.) mit. Aber: "Wann und wie, wird an dieser Stelle nicht verraten - dann wäre ja die Spannung weg."

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Fest steht: Am 1. Januar ermittelt die populäre Nadeshda definitiv noch als eine von sieben Kommissaren - in der ungewöhnlichen Folge "Tatort: Das Team". Darin werden Ermittler aus mehreren Städten zusammengetrommelt, nachdem zuvor vier ihrer Kollegen auf grausame Weise ermordet wurden.

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Auch Axel Prahl hat angekündigt, demnächst ein Jahr lang kürzer zu treten und dann keine Musik und keine Filme machen zu wollen. Er beruhigt aber die Fans: Einzige Ausnahme soll der Münster-"Tatort" sein.

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Darum ging es in "Väterchen Frost"

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Es ist angerichtet. Prof. Boerne will über Weihnachten zum Skifahren mit Freunden, Kommissar Thiel erwartet übers Fest seinen Sohn aus Neuseeland. Keine Angst - und das ist nicht zu viel verraten: So wird es am Ende in der 36. Folge des Münster-"Tatorts" nicht kommen. Denn den zwei "Tatort"-Ermittlern mit der größten Fangemeinde kommt etwas dazwischen. Und dennoch standen bei der Episode "Väterchen Frost" am Sonntag um 20.15 Uhr im Ersten die Zeichen am Ende zu Heiligabend auf Versöhnung und Liebe.

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Auch in dieser Folge gibt es eine spannende Geschichte und gewohnt wortwitzgespickte Dialoge (Boerne zum Wham-Klassiker: "Wer ist eigentlich dieser Last Christmas?" Thiel: "Ich denke, der Bruder von Merry Christmas, oder?"). Dieser "Tatort" hat allerdings noch zwei Besonderheiten. Thiels Assistentin Nadeshda Krusenstern (Friederike Kempter) spielt diesmal als Entführungsopfer eine Figur, bei der ihr Regie (Torsten C. Fischer) und Drehbuch (Stefan Cantz und Jan Hinter) fast schon eine Hauptrolle gönnen - und das tut dieser Folge gut.

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Top-Quote für Advents-"Tatort" aus Münster
© ARD/Martin Valentin Menke
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Gegenpol zur bezaubernden Nadeshda ist die Figur Jörn Weig. Der herausragende David Bennent gibt dieser Rolle das Teuflische, was der ja eigentlich als Krimikomödie angelegte Münster-"Tatort" nur selten hat. Die älteren Zuschauer werden sich verwundert die Augen reiben, denn den meisten ist Bennent aus der Verfilmung des Grass-Buchs "Die Blechtrommel" (1979) bekannt. Als Kleinwüchsiger ließ er in dem oscarprämierten Film Glasscheiben mit seinen Schreien zerspringen.

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In der Folge "Väterchen Frost" spielt Bennent einen undurchsichtigen, eiskalten, diabolischen Typen. Der Fall dreht sich um einen nur scheinbar bereits aufgeklärten Fall, für den Kirill Gromow (Oleg Tikhomirov) in Untersuchungshaft sitzt. Er steht wegen Mordes vor Gericht. Die Russen-Mafia hat ihre Finger im Spiel - oder Rocker?

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Übel wird es, als Nadeshda direkt vor der Haustür von Professor Boerne (Jan Josef Liefers) und Kommissar Thiel (Axel Prahl) entführt wird. Das große Rätselraten über die Hintergründe beginnt. Das Finale endet mit weiteren Toten und natürlich mit einer Wende.

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Und - wie es sich für eine Weihnachtsausgabe gehört - mit versöhnlichen Tönen. Nach dem gelösten Fall entwickeln sich in der Dunkelheit Münster Sekunden der Einsamkeit zwischen dem Ermittler-Duo. Was selten passiert: Die beiden schweigen sich an. So darf der Fall natürlich nicht enden - tut er auch nicht. Mehr sei hier nicht verraten.

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ANTENNE MÜNSTER-Reporter Philipp Böckmann hatte den Film schon vorab gesehen. Hier seine "Tatort"-Kritik:

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Väterchen Frost im ANTENNE MÜNSTER-Check
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