
Stadtwerke prüfen Abschläge
Nach dem Protest hunderter Fernwärme-Kunden prüfen die Stadtwerke die Berechnungen noch einmal. Bis dahin wird die Abbuchung von den betroffenen Haushalten gestoppt.
Veröffentlicht: Mittwoch, 11.10.2023 14:44
Am Montag (09.10.) hatten Fernwärme-Kund:innen der Stadtwerke in Angelmodde lautstark protestiert. Ihre neu berechneten Abschläge waren drastisch gestiegen, teils um mehr als das Vierfache. Diese Proteste zeigen jetzt Wirkung, die neuen Abschläge werden vorerst nicht eingezogen. Die Stadtwerke schauen sich jetzt die neuen Abschlagspläne noch einmal ganz genau an und prüfen vor allem die zugrunde gelegten Verbrauchsdaten. Die betroffenen ehemaligen Kund:innen der Westfälischen Fernwärme müssen deswegen vorerst keine Abschläge überweisen.
Mehrere Gründe für Neuberechnung
Dass diese Abschläge steigen werden, war schon länger klar. So sind die Energiepreise stark angestiegen. Die Preisbremsen laufen Ende des Jahres aus und es gibt einen veränderten Zeitraum für Abschläge: Statt 12 Monate sind es nur noch sieben.
Stadtwerke bitten Ratsuchende um Geduld
Sollten wir einen Fehler in der Berechnung der Fernwärmeabschläge finden, korrigieren wir die Abschläge selbstverständlich und bitten vielmals um Entschuldigung,
versichert Stadtwerke-Geschäftsführer Sebastian Jurczyk.
Viele verunsicherte Kund:innen wenden sich an Servicepunkte und -hotline der Stadtwerke. Dies führt zu Wartezeiten. Jurczyk bittet um Verständnis:
Die Energiekrise hat die Energiewelt deutlich verkompliziert. Wir wollen unserer Kundschaft bestmöglich gerecht werden und das bedeutet auch, dass die Gespräche länger dauern.