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Stadt will OGS-Ausbau aussetzen

Grund dafür ist die angespannte finanzielle Situation der Stadt Münster. Deswegen soll es erstmal keine neuen Offenen Ganztagsschulen geben.


Veröffentlicht: Dienstag, 10.09.2024 13:58

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Die Stadt Münster teilt außerdem mit, dass neue OGS-Gruppen nur dann entstehen sollen, wenn an anderen Schulen Kapazitäten reduziert werden. Das geht aus einer Beschlussvorlage hervor, über die der Rat der Stadt am 9. Oktober entscheidet. Die Regelung soll erstmal für das Schuljahr 2025/2026 gelten.

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Mehrkosten sind Grund für Aussetzung des OGS-Ausbau

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In den Bereichen Kita-Plätze und Hilfen zur Erziehung und Eingliederungshilfen sind dem zuständigen Amt für Kinder, Jugendliche und Familien erhebliche Mehrkosten entstanden, teilt die Stadt mit. Konkret durch die gestiegenen Tarifabschlüsse, erhöhte Pauschalen im Kinderbildungsgesetz (die zu höheren städtischen Zuschüssen an freie Träger führen) und aufgrund des Bedarfs an Integrationshelfer:innen. Stadtdirektor Thomas Paal:

Der Offene Ganztag ist eine bildungspolitisch wichtige Erweiterung der Schulen und zudem für viele Eltern unverzichtbar, da er durch eine verlässliche Betreuung die Vereinbarkeit von Familie und Beruf erleichtert. Daher setzen wir alles daran, trotz der finanziell schwierigen Situation in besonderen Fällen individuelle und flexible Lösungen für Schulen mit besonderem Bedarf zu finden. Das heißt zum Beispiel: Wenn die Gruppenzahl an einer Schule abgebaut werden kann, weil weniger Kinder für eine Betreuung angemeldet werden, können wir die frei gewordenen Kapazitäten auf einen anderen Standort umverteilen.
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Offener Ganztag an 46 Schulen

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Seit dem Jahr 2021 bieten 46 Schulen in Münster einen Offenen Ganztag an - 43 Grundschulen und drei Förderschulen. Ebenfalls seit 2021 hat die Stadt die Zahl der OGS-Gruppen von 247 auf momentan 307 ausgebaut. Bei einer gleichbleibenden Wachstumsquote von jährlich rund fünf Prozent würde die Anzahl der OGS-Gruppen nach Angaben der Stadt bis zum Jahr 2028 bei 373 Gruppen liegen und zu weiteren Mehrbelastungen führen. Demnach würde der Eigenanteil der Stadt zur Finanzierung der OGS-Gruppen von 9,4 Millionen Euro im Jahr 2025 auf 11,5 Millionen Euro im Jahr 2028 ansteigen. Die Offenen Ganztagsschulen sind in Art und Umfang zumindest für das Schuljahr 2025/2026 noch als ein freiwilliges Angebot zu betrachten, heißt es weiter. Ab dem Schuljahr 2026/2027 erfolgt der Rechtsanspruch auf einen OGS-Platz beginnend mit dem ersten Schuljahr. Entsprechend haben alle Grundschüler:innen ab dem Schuljahr 2029/2030 einen Anspruch auf einen OGS-Platz.

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