
Sorgen in Münsters Galeria-Häusern
Die rund 200 Beschäftigten in Münsters Galeria-Warenhäusern bangen erneut um ihre Jobs. Der Konzern hat zum zweiten Mal innerhalb von zwei Jahren ein Schutzschirmverfahren beantragt.
Veröffentlicht: Dienstag, 01.11.2022 14:15
Rund ein Drittel der bundesweit 131 Häuser wird voraussichtlich im Rahmen eines Schutzschirmverfahrens schließen müssen, so der Unternehmenschef Miguel Müllenbach in einem Gespräch mit der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung». Der frühere Kaufhof-Chef Lovro Mandac hält auf Dauer nur 40 bis 50 Warenhäuser in Deutschland für zukunftsfähig. Eine aktuelle Analyse der «Immobilienzeitung» kommt sogar zu dem Ergebnis, dass wohl nur 30 von 131 Filialen eine sichere Perspektive haben. Alle anderen müssten bangen.
Was wird aus Münsters Zwillings-Warenhäusern?
Münster zählt zu den wenigen Städten in Deutschland, die noch zwei Galeria-Filialen haben – und das sogar in direkter Nachbarschaft. Ob und wie auch sie von Pandemie, Energiekrise und aktuell sinkender Kauflust betroffen sind, ist unklar. Bisher gehörte Münster wie Düsseldorf, Berlin oder Hamburg zu den sogenannten Hotspot-Städten, in denen das Geschäft weiter sehr gut funktioniert habe, sagte der zuständige Insolvenzverwalter. Wie es mit den beiden Häusern in Münster weitergeht, soll sich in den kommenden drei Monaten entscheiden.