Solidarität mit jüdischer Gemeinde

Nach dem antisemitischen Anschlag von Halle hat Münster am Abend seine Solidarität mit der jüdischen Gemeinde bekundet. Rund 300 Teilnehmer sind zu einer Gedenkveranstaltung auf den Prinzipalmarkt gekommen. Mehrere politische Organisationen und Initiativen hatten zu der Kundgebung eingeladen.

Die Teilnehmer waren entsetzt über den Anschlag auf die Synagoge in Halle und den Mord an zwei jungen Menschen. Am Nachmittag hatte der Vorsitzende der jüdischen Gemeinde in Münster, Sharon Fehr, von einem zutiefst zu verabscheuenden Anschlag auf unsere Zivilgesellschaft gesprochen. Das Unsicherheitsgefühl bei den Mitgliedern der jüdischen Gemeinde ist nach seiner Einschätzung gewachsen, sagte er im Antenne Münster-Interview. Diese Auffassung vertritt auch Marina Weisband. Die Grünen-Politikerin ist Mitglied der jüdischen Gemeinde in Münster. In der Talkshow "Maybritt Illner" kritisierte sie, dass rechtsradikale Strukturen in Deutschland noch immer nicht ernst genug genommen würden.

Nach der Bluttat von Halle ist Haftbefehl gegen den mutmaßlichen Rechtsterroristen erlassen worden. Die Bundesregierung hat der jüdischen Gemeinde dauerhaft Schutz und Sicherheit garantiert. Bundesinnenminister Horst Seehofer versprach in Halle, dass die Juden ohne Bedrohung und ohne Angst in Deutschland leben könnten.

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