So verlief die Neujahrsnacht
Münsteraner:innen haben ausgelassen ins neue Jahr reingefeiert. Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst ziehen Bilanz.
Veröffentlicht: Montag, 02.01.2023 05:00
Zahlreiche Menschen waren unter anderem am Domplatz, im Hafenviertel und in der Innenstadt unterwegs und feierten auf den Straßen, in Lokalitäten oder im privaten Umfeld zum größten Teil friedlich und ausgelassen, um das neue Jahr zu begrüßen. Die Polizei Münster zeigte verstärkt Präsenz und wurde in der Zeit von 18 bis 6 Uhr zu etwa 70 silvestertypischen Einsätzen gerufen. In den meisten Fällen mussten die Beamten bei Streitigkeiten, randalierenden Personen und Körperverletzungen einschreiten. Insgesamt fertigten sie sieben Anzeigen wegen Körperverletzungsdelikten und neun wegen Sachbeschädigung. Die Polizisten sprachen einen Platzverweis aus und nahmen drei Störer in Gewahrsam.
Rettungsdienst- und Feuerwehreinsätze
Die Feuerwehr wurde zu 26 Brandeinsätzen sowie technischen Hilfeleistungen gerufen. 69 Einsätze gab es insgesamt im Rettungsdienst. Bereits im Laufe des gesamten Silvestertages wurde die Feuerwehr zu mehreren Einsätzen im gesamten Stadtgebiet gerufen. Meistens handelte es sich um windbedingte Einsätze, bei denen Teile oder auch ganze Bäume beseitigt werden mussten. Auch eine Brandmeldeanlage gab Anlass zur Alarmierung. Durch angebranntes Essen auf einem Herd waren die Einsatzkräfte ebenfalls gefordert. Einsatzschwerpunkte in der Nacht waren in verschiedenen Stadtteilen die Brände von Müllcontainern verschiedener Größen, Hecken und Bäumen. Durch das schnelle Eingreifen konnte in allen Fällen das Übergreifen auf nahestehende Gebäude verhindert werden. Im Bereich des Rettungsdienstes wurden die Einsatzkräfte vermehrt zu Einsätzen gerufen, die als Ursache den unsachgemäßen Umgang mit Silvester-Feuerwerk hatten. Der steigende Alkoholpegel bei den Feierlichkeiten zum Jahreswechsel führte im Verlauf des Neujahrsmorgens zum erhöhten Einsatz des Rettungsdienstes. Im Vergleich zum Vorjahr haben sich die Einsatzzahlen im Bereich der Feuerwehr deutlich gesteigert. Im Bereich des Rettungsdienstes blieben sie ungefähr auf dem Niveau des Vorjahres. Mit einigem Unverständnis reagierten Einsatzkräfte der Feuerwehr auf eine Person im Bereich der Engel Straße, die eine Gruppe von vermeintlichen Freunden mit Silvester-Feuerwerk beschoss. Als die Einsatzkräfte die Person ansprachen, zeigte sie sich der möglichen Gefahr nicht bewusst. Erst nach einer deutlichen Ansprache durch die Feuerwehr sah sie ihren Fehler ein.
Zur Bewältigung eines erhöhten Einsatzaufkommens wurden im Vorfeld die Einsatzstärken an den Feuerwachen der Berufsfeuerwehr erhöht. Die Freiwillige Feuerwehr Münster hielt im gesamten Stadtgebiet definierte Rufbereitschaften vor. Der Rettungsdienst wurde durch Kräfte der Hilfsorganisationen (DRK, ASB, JUH und MHD) verstärkt. Diese Zusammenarbeit hat sich, wie bereits auch in den letzten Jahren, bewährt.

